Wunsch für 2013 – mehr Sinn für Journalismus

  • 31 December 2012

Für alle diejenigen, die es verpaßt haben, weil sie beispielsweise in einer Höhle in Tora-Bora vor Drohnen Zuflucht finden mußten: Der ORF legt keinen Wert auf Qualitätsarbeit. Streitpunkt ist die ungerechte Behandlung der freien Journalistinnen und Journalisten, die das Programm im Anbetracht der Behandlung und Bezahlung nur noch als querfinanziertes Hobby bereichern können.

Gut recherchierte und aufbereitete Geschichten sind selten geworden. Echter Journalismus besteht nicht nur aus Kopieren & Einfügen. Es steckt viel mehr Arbeit dahinter als man glaubt, speziell das Verdichten der Informationen, um Beiträge in sinnvollen Portionen aufzubereiten. Podcasts mit stundenlangem Geschwafel oder Blogartikel ohne Fokus oder Struktur sind Hobbys. Erst journalistische Arbeit macht Beiträge genießbar, und diese Dienstleistung ist unbezahlbar. Leider nimmt der ORF „unbezahlbar“ wörtlich. Die Arbeit der Freien, die eigentlich in moderner Sklaverei leben, macht für mich das Programm überhaupt erst interessant. In einigen Bereichen gäbe es ohne die Freien gar keine Inhalte. Wahrscheinlich müßte man dann Testbilder und -töne senden. Das ist zwar inhaltlich immer noch ein Vorteil gegenüber so manch anderen Medien, kann aber auch keine Lösung sein.

Sollte wer aktiv an dem Wunsch für mehr Fairness für die freien Journalistinnen und Journalisten mitarbeiten wollen, so ist eine Solidaritätsbekundung ein guter Anfang. Ich empfehle auch sich die Hintergründe und aktuelle Ereignisse anzuschauen, um sich selbst ein Bild zu machen. Darüber hinaus kann man selbst gegen den ORF in gewissem Rahmen mit der Geldbörse abstimmen. Es ist ein Anfang, und es ist definitiv ein guter Start ins Jahr 2013! Überlegen Sie es sich doch einfach.

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