Posts tagged with 'Text'

Sprachbarrieren

  • Posted on June 11, 2009 at 5:56 pm

Babylon ist überall, und ich kann mich nicht daran gewöhnen. Nehmen wir doch beispielsweise die Zensur. Ich bin damit aufgewachsen, daß die Durchführung derselben zensieren heißt. Keine 800 Kilometer südöstlich von meiner Geburtsstadt mutiert das Wort allerdings zu zensurieren. Katastrophal! Halt, nein, das heißt hier ja desaströs. Ich habe mich an manche Worte noch nicht gewöhnt (die Rechtschreibprüfung im Firefox auch nicht).

Vielleicht sollte ich neben der Wikipedia und den LEO Wörterbüchern noch das Ostarrichi Wörterbuch dazunehmen. Klar versteht man sich, aber ich finde die ganzen lokalen Eigenheiten immer wieder spannend. Aber den Asterix in der übersetzten Fassung habe ich ganz gut verstanden.

Es isch scho a Zeitl aus, 50 v. Chr. woas, do woa ganz Gallien fest i römischa Hand… Ganz Gallien? Ned wirklich! Weu a handvoi zaache Hund in an klan gallischn Kaff stöt dena Besotza an Bam nochn andern auf. Und de römischn Legionäre, de wos in eanare Loga in Babaorum, Aquarium, Laudanum und Klaabonum kasaniert san,  de ham do echt kan Lenz…

Denselben Text kenne ich ursprünglich so:

Im Jahre fuffzisch vorm Herrgott habbe die Römer schon des ganze Gallie uffgemischt… Des ganze Gallie? Naa! E klaa Kaff hört net uff, sich mit dene Babbsäck zu bummbe. Un des Lebe iss net afach für die römische Soldaade, die wo als die Besatzung in dene Lager Babbadorum, Brimborium, Labbedrum un Klaabembelum hocke…

Multilingual, das.

Es wird noch getextet

  • Posted on May 4, 2009 at 11:25 pm

160 Zeichen sind genug für alle. Woher kennt man diese Zahl? Der Kurze NachrichtenDienst (KMD) oder SMS in Neudeutsch kennt dieses Limit. Es stammt aus dem Jahre 1985 und begrenzt die Zeichen pro Textnachricht. Der Erfinder bzw. Erdenker (es gibt ja keine Logikerfindungen) Friedhelm Hillebrand hatte sich das damals überlegt. Genutzt wurde damals ein eigentlich freier Kontrollkanal.

Lustigerweise rankt die SMS unter so bekannten Kommunikationsarten wie die Postkarte (hat sehr oft weniger als 150 Zeichen) oder das Telex. Damals mußte man das Kommittee noch von der Nützlichkeit solch kurzer Botschaften überzeugen. Heutzutage „texten” (saublödes Wort für „SMSen”, was noch dämlicher ist) die Amerikaner fleißige 357 SMS pro Monat (im Durchschnitt). Sehr löblich!

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Twttr st vl z lngsm!

  • Posted on April 10, 2009 at 8:17 pm

Der Zwitscherer ist viel zu langsam. 160 Zeichen Text sind eine Begrenzung aus der SMS-Steinzeit. Das muß schneller gehen. Der Trend geht ja eindeutig zum schneller, höher und weiter. Nebenbei ist man völlig überlastet, wenn man mit Twitter Nachrichten bombardiert wird. Die Lösung? Weniger Text! Das könnt dann vollautomatisch so aussehen.

Dsr Txt wrd fr schnllst Dtnbrtrgng ptmrt. Lstgrws knn mn d Btschft trtzdm hlbwgs vrsth, dr?

Perfekt! Damit wird der Durchsatz von belanglosen Botschaften drastisch erhöht. Die nächstmögliche Steigerung wäre maximal Flutter, welches mit 26 Zeichen auskommt. Wer bietet weniger? Der typische Web 2.0 Inhalt läßt sich sicher auch nur mit einem Buchstaben ausdrücken.

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Schreiben kann so einfach sein!

  • Posted on March 18, 2009 at 4:10 pm

Oft fällt einem nichts ein. Viel öfter schreibt man dann einen Aufguß fremder Ideen und packt die sprichwörtliche Kirsche (Kirche?) auf die Spitze. Das beschreibt die Blogosphäre eigentlich ganz gut. Das kann beispielsweise so klingen:

Is there a dog?

There was even an aging elf who lived near the edge of Felwithe who had long ago put down his fiery sword and gently laid his armor within a chestablished never to call himself a Paladin again. However, there werent many of those: not too long after I arrived in New York, his output began to fall off sharply. Suffice to say, there was a lot of jealousy and bitterness at the studio, and John got the worst of it. It would have been better had I not been trying to avoid stepping on or running into the 5 billion tourists there with us. I only need a couple of things from these people and then I won’t have to deal with them. The fact that I haven’t dated since I became Christian, that I haven’t had to deal with guys and boy troubles and confusion and responsibility and girls disliking me because I’m with the guy they like and friends hating me because I spend more time with my boyfriend then with them just all that junk that clutters one’s life when they begin to date.

The sky was heavy and we felt momentarily menaced in a way that looking at a stretch of land couldn’t produce, I’d argue

Yay! Klingt absurd und stellt eine geballte Urheberrechtsverletzung dar. Der Text wurde nämlich unter der Eingabe der Frage „Is there a dog? mit Hilfe von Catty v3 erstellt. Grundlage waren tausende von Blogs. Spart Zeit; so könnte man glatt ein erfolgreicher Autor werden.

Laat hem uw tekst op de Muur zetten

  • Posted on February 27, 2009 at 3:59 pm

Ich kenne einige Leute, die sich intensiv mit Text auseinandersetzen. Schreiber, Übersetzer, Coder und andere sind in dieser Welt zu Hause. In Holland gibt es jetzt einen neuen Textservice, der zwar teurer als SMS aber sinnvoller als so manche E-Mail ist. Man schreibt eine Botschaft, zahlt 30€ und Freiwillige bringen diesen Text an der Betonmauer zwischen Israel und dem Westjordanland an. In Beton gegossene Grenzen werden ja doch nur verziert. Auf diese Weise hat man etwas davon. Das Geld geht nämlich an soziale, kulturelle oder pädagogische Projekte.

http://www.sendamessage.nl/ ist die Webseite zu diesem Projekt. Beleidigungen und anstößige Texte sind nicht erwünscht (auch nicht “Romanes eunt domus” oder “Romani ite Domum“). Mehr Texte braucht das Land.

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