Posts tagged with 'Muß-Töten'

New Year, Same Problems

  • Posted on January 2, 2015 at 10:49 pm

Welcome to 2015! I am pretty sure you are amazed what the year has in stock for you. Go ahead, figure it out. Meanwhile I know some things haven’t changed. Hands-free kits.

I like headphones. It saves yourself from listening to the verbal diarrhoea of people talking in public. Noise-cancelling gear is especially helpful. Or headphones that have a tight grip on your ears, so no acoustic bullshit can get to you. Usually headphones work fairly well.

Then there are hands-free kits. Basically these kits are headphones you can talk to, because they listen. They come in all forms and flavours. Wired, wireless, colourful, with/without battery, with/without blue LEDs, etc.; amazing. Sometimes they even work. Most of the time they don’t. The battery is low. Cables break. You lose your earplugs. It’s windy outside. It rains. The wireless kits disconnect and re-connect, turning your conversation into a bad rap song. Environmental noise drowns anything you say. Perfect.

So, yes, 2015 is great.

Mißbrauch von Crypto durch Marketing

  • Posted on August 10, 2013 at 9:53 pm

Die Deutsche Telekom, Web.de und GMX schalten nun die Transportverschlüsselung (nennt sich SSL/TLS) für versendete und empfangene E-Mails ein. Ganz toll. Andere verwenden diese Technologie schon seit etlichen Jahren. Die Branche feiert also eine Selbstverständlichkeit, die andere schon längst praktizieren. Fein, es gibt ja sonst keine guten Neuigkeiten über Telekommunikationsanbieter, die in den Wolken schweben. Zwei Dinge leistet SSL/TLS allerdings nicht.

  • Eine versendete E-Mail kann durch SSL/TLS nicht vor Dritten geschützt werden.
    Einem E-Mail-Server in der Zustellungskette stehen nach wie vor die Inhalte einer E-Mail zur Verfügung. Deswegen nennt sich die eingesetzte Verschlüsselung auch Transportverschlüsselung. Während des Transports wird die E-Mail verschlüsselt übertragen. An allen beteiligten Stationen liegt sie im Klartext vor. Transportverschlüsselung macht nur Sinn, um Dritten, die nur den Transport der E-Mails sehen (wie beispielsweise die Leute am Nebentisch im Internet-Café, der BND, GCHQ oder ein korrupter Mitarbeiter). Genau dafür war sie auch gedacht, nicht mehr und nicht weniger. Das jetzt als Schutz vor Überwachung zu feiern, speziell von Wolken- und Kommunikationsanbietern, die auf kompromittierter Infrastruktur sitzen, ist bestenfalls ein schlechter Witz.
  • SSL/TLS kann den Absender einer E-Mail nicht authentisieren.
    E-Mails können auch bei Transportverschlüsselung nach wie vor einen gefälschten Absender haben. Der Transportverschlüsselung ist es herzlich egal wer sie verwendet.

De-Mail ist übrigens auch nicht besser, egal was man einem da einreden möchte. Die Industrie folgt also der Politik und lügt Kunden an. Schöne neue Welt.

Wer sich für die Hintergründe interessiert oder wer auch mal große Firmen beim Lügen ertappen will, der/die/das schaue bitte zur nächstgelegenen CryptoParty.

About these Junk E-Mails

  • Posted on March 4, 2013 at 4:12 pm

Please refrain from sending me e-mails that have only HTML content. I prefer to read your message, and if you are incapable of expressing yourself in text, then I really don’t care what you have to say. HTML-only e-mails will be deleted without notice. Have a nice day!

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The End of the War against Terror

  • Posted on May 2, 2011 at 10:06 am

Osama bin Laden has been killed by US Special Forces. Basically this is good news. A religious fanatic killed by religious fanatics (with some politics thrown in for good measure). So can we now get rid of all the terror warnings, anti-terror laws and get back our civil liberty rights? Especially the anti-terror laws controlling the use of telephones and Internet seem now a bit overblown since Mr. bin Laden had no phones and no Internet access in his mansion.

Ah, yes, no body will be found. This will be a big relief for all sceptics and avid fans of Wag The Dog.

Wahnsinn-Update

  • Posted on October 11, 2010 at 10:27 pm

Im Blog war es etwas still in letzter Zeit. Das soll passieren. Tatsächlich war es sehr bewegt. Im Grunde genommen kann ich gerade nicht mit den Absurditäten des Alltags mithalten.

  • Im Wiener Wahlkampf greifen die Parteien zu Comics und werfen sich gegenseitig schlechte sowie geschmacklose Satiren an den Kopf. Die Inhalte waren dünn gesät. Jetzt wundert man sich, aber die Ergebnisse spiegel nur die Politikverdrossenheit in der Stadt wieder.
  • In Stuttgart 21 macht man stattdessen gleich mit Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfern Politik. Bürgerlichen Abweichlern schießt man kurzerhand die Augen aus. Ministerpräsident Mappus’ Vorlage für die Tagespolitik dürfte das Alte Testamant sein. Es wurden auch Kinder attackiert – Frau von der Leyen schritt, entgegen ihren Beteuerungen,  nicht ein.
  • Panzerkardinal Ratzinger läßt Opus Angelorum zu. Ab jetzt sind also offiziell Katzen, Bauersfrauen und Hebammen von Dämonen besessen. Nur die Anbetung von 400 Engeln kann da noch retten. Damit geht die katholische Kirche endgültig zum Polytheismus über. Die Einlieferung in die Psychiatrie folgt umgehend.
  • Obama möchte sämtliche Kommunikation über das Internet von und zu den US of A abhören.
  • Stephanie zu Guttenberg versucht sich als Dirndlpolizei und schützt Jugendliche vor der Welt. Politik goes porn, und Porno wird gesellschaftsfähig Dank der Konservativen.
  • Thilo S. aus G. und Geert W. aus V. habe ich vergessen.

2010 ist damit eigentlich erledigt. 2011 hat noch Chancen auf Korrektur. 2012 ist dann Ende, sagen die Mayas und Roland Emmerich. Na dann.

Grüße aus Crematoria

  • Posted on July 2, 2010 at 11:40 pm

Ich kann mich noch an die ganze Meckerei im Mai erinnern. Zu kalt, zu naß, zu winterlich. Jetzt bin ich dran. Mittlerweile muß man nur auf die Straße gehen, um abzufackeln. Spontan fällt mir Walters Aussage über Arizona ein. Ein Hitzebegeisterter merkt an: „But it’s a dry heat!” Walter antwortet passend: „So is a Bonfire; but you don’t see me stickin’ my butt in one of those either!” Alles Pappnasen!

Also dann, Grüße aus Crematoria! Ich freue mich schon auf die Zeit bis Ende August. Wien, 39°C, der Arsch brennt, die Wiener sagen „Endlich mal Sommer!”. Ich bleibe im Keller. Ruft mich, wenn wir die 23°C unterschritten haben.

Die Zukunft ist „fingerbedienbar”!

  • Posted on June 6, 2010 at 9:06 pm

Mir wird jetzt endgültig schlecht. Es ist schlimm genug, daß gelegentlich sinnlose Hypes durchs Internet fegen. Wenn der Schrott sich dann bei der Journaille verbreitet, nervt es. Aber der Rummel um die Tablets ist einfach nur zum Kotzen. Tablet-PCs gibt es seit 2001, und sie wurden nicht von Apple gefunden. Wenn man es genau nimmt hat sich die Technologie Elisha Gray im Jahre 1888 patentieren lassen. Star Trek hat es dann aufgegriffen. Vor den PCs haben es die PDAs versucht. Vor dem dämlichen iPad war es eine Randerscheinung. Jetzt ist es plötzlich die Zukunft. Mir wird wirklich schlecht.

Es macht aber Sinn. Die Unterhaltungsindustrie möchte ihren Kunden ja schon lange die Tastatur wegnehmen. Tastaturen machen nur Ärger. Darauf schreibt man kritische Texte, kritischen Code oder verletzt Patente sowie Urheberrechte. Aus dieser Perspektive sind Tablets tatsächlich eine Revolution. Das ideale Tablet bietet auf der rechtlich geschützten Oberfläche, die nicht verändert werden darf, nur die Funktionen Kaufen und Anschauen. Mehr braucht der zukünftige Untertan nicht mehr. Das paßt dazu auch völlig in die Rezession, denn gearbeitet wird auch nicht mehr. Ist ja kein Geld da, und auf den handelsüblichen Tastaturen sind zuviele Tasten. Was macht ein Mensch mit dem Wunsch-IQ der Unterhaltungsindustrie mit einer 105-Tasten-Tastatur? Nicht viel. Für die typischen Forenpostings braucht man nicht einmal das ganze Alphabet.

Dann schauen wir uns die Zukunft doch mal an. Ich würde den verlinkten Artikel ja „Wie Bilderrahmen den PC-Markt umkrempeln” nennen, denn fingerbedienbar sind meine Computer schon seit über 20 Jahren.

The Joy of High Level Languages

  • Posted on February 16, 2010 at 6:06 pm

When programming you should use a high level programming language. This is important since you do not ever again have to deal with the intricacies of the platform you are working on. Coding becomes paradise. And the Earth is flat, and pigs can fly. I’ve spent over ten days tracking down a problem of Awstats stopping to update the web statistics. The configuration was copied from the old server, as were all the logs, the previous configurations, everything. Yet Awstats did not generate new statistics.

Finally I found an unsuspecting line in the logs. It went: „Warning: Error while retrieving hashfile: Byte order is not compatible at ../../lib/Storable.pm” It’s just a warning, so it’s nothing to be worried about, right? And since we use a high level language surely the change from 32 bit to 64 bit Debian cannot make a difference, right? We code in high level, we do not deal with byte orders and other wordly stuff anymore. We are enlightened. And obviously we are fucked. Thanks to a hint on a blog somewhere the web statistics are working again.

I will continue my text indexer project today. It’s written in C++.

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Remote Administration is Fun!

  • Posted on January 26, 2010 at 3:50 pm

In theory we all live next to the cloud and system administration could not be happier. You use the Net all of the time. You never need to go anywhere any more. All system are connected and you just need to log on and get started. Right. No.

  • First of all the remote management ILO interface disappears when being connected to by TCP ECN. The TCP/IP stack of the management module is simply broken. Deactivating TCP ECN.
  • After trying different ways to connect to the console, we settle for Internet Explorer 8 (we had to install Java, of course). Two other machines with Debian, Firefox and Java failed (despite ILO’s generous offer). The ActiveX plugin version of the KVM console failed, too.
  • The oybbql shpxvat UC server features Broadcom NetXtreme II BCM5709 Gigabit Ethernet cards with a proprietary firmware (bnx2-09-4.0.5.fw). This means that the Debian net-install CD is next to useless unless networking gets working.
  • The Debian installer likes to have its USB media with the firmware on the first prompt. If you fail to supply the media (mounted via ILO) at the first prompt, /dev/sda1 won’t be mounted (it only tries to mount /dev/sda instead).
  • Finally, the installer is working and has network. Unfortunately the ISP forgot to tell us the IP address, netmask and which one of the two NICs is patched (actually both are patch, but only one gets routed).
  • Meanwhile the ILO module kicked our session (the browser window closed). The session is still active, but the window is closed and can’t be reopened. You have to reset the ILO module in order to clear the session (rebooting the server does not help).
  • Rebooting.
  • Hoping for the best.

It’s fun, you should try it, too.

Well…

  • Since we mounted an USB device for the firmware GRUB got confused and a reboot showed “error 15” (file not found).
  • The Debian installer nicely ejected the CD, so it’s impossible to reinstall without asking for remote hands putting the bloody CD back into the drive.
  • Reinstalling…

Done. It worked. The system is able to reboot all by itself. Now let’s sync a few GBs of data from one server to another.

SugarCRM-, Apache- und Browserschmerzen

  • Posted on December 30, 2009 at 10:58 pm

Ich habe gerade stundenlang Upgrades auf einem Webserver gemacht. Im Prinzip ist es ganz einfach, da es ein LAMP System ist. Wegen besonderen Richtlinien wird dort Apache, PHP und MySQL durch den Compiler gejagt. Macht ja nichts, ist recht straightforward. Nach etlichen Segmentation Faults mußte ich dann herausfinden, daß beim Build PHP die alte MySQL-Library bevorzugt. Im phpMyAdmin sieht man dann eine schöne Warnung. Führt tatsächlich zu Crashes. Nachdem dann alles funktionierte, habe ich mit SugarCRM angenommen.

Die SugarCRM Webseite ist grottenschlecht. Das ganze Machwerk muß ein Unfall gewesen sein. Man findet das passende ZIP Archiv mit den Upgrade-Versionen nur mit Google und viel sinnlosem Herumklicken. Wenn die Download-Seite eine URL nicht auflösen kann, dann wird man zu einem Download-Portal geleitet wo es natürlich keine Links zu den Upgrades gibt. Es gibt nur einen Upgrade-Wizard, der Golfbälle durch Gartenschläuche saugen kann (sprich nach wenigen Klicks ist man so ratlos wie zuvor; er reicht einem aber ein Handbuch). Nach Studium des Manuals kann man dann tatsächlich von 5.0.0 auf 5.2.0 und letztlich auf 5.5.0 gehen. Man muß dazu nur bestimmte Einstellungen in der php.ini verändern (20 MB Upload „Limit”, sehr hohe Execution Time, etc.).

Die Sahnehaube auf der Aktion war die Involvierung mehrere Browser, denn

  • mein Iceweasel (Firefox) auf meiner Workstation im Büro hat ein defektes Profil und zickt mit JavaScript und so herum,
  • der Konqueror anfangs die SugarCRM Seite (vor dem Upgrade) nicht laden wollte,
  • nur der Opera alles konnte (aber nur bis kurz vor Ende des Upgrades),
  • der Konqueror dann doch die SugarCRM Seite lud,
  • irgendwie aber trotzdem der Upgrade Wizard nicht ganz fertig war,
  • und ich schließlich auf den Iceweasel auf meinem Laptop ausweichen mußte.

Ist doch toll, oder? Wenn das Web die Zukunft ist, dann können wir bald den Laden dichtmachen. Browser sind scheiße – und zwar alle. Gilt ebenso für Betriebssysteme, also macht euch keine Illusionen von frischem Obst.

Ruby On Snails Rant

  • Posted on December 4, 2009 at 10:56 pm

Ganz toll. Ich habe gerade stundenlang schlechte Dokumentationen gelesen, um eine simple Webapplikation zu installieren. Der Code läuft auf Schienen, weil es Ruby on Rails ist. Soweit ist das ja noch ganz gut. Man kann nun die Applikation mit einem Standalone Web Server laufen lassen. Das wollte ich nicht, weil ich einen Apache brauche. Macht ja nichts, gibt ja den Passenger. Als Fan von Dexter mag ich zwar keinen Apache mit einem Passenger haben, Ruby läßt mir aber nur schlechtere Wahlen. Die Installation vom Passengermodul möchte gerne das Installationsskript mit root Rechten ausgeführt haben. Krank. Im Web setzt bei vielen sofort das Hirn aus.

Jedenfalls gab es dann den Passenger, einen Apache, SSL/TLS Support und eine Konfiguration, um die Applikation einzuhängen. Stundenlange 404 später gab mir ein Blog den entscheidenende Tip. Man lösche einfach das mitgelieferte .htaccess und schon geht alles. Tatsächlich, es stimmt. Ganz toll, dafür braucht man Stunden, weil es 1001 Anleitung gibt wo die Leute alles anders machen. Natürlich ist PHP auch die Hölle, aber da werfe ich zumindest alles in ein Verzeichnis und es geht halbwegs (will heißen es wirft keinen 404).

Ich freue mich schon auf die nächsten Upgrades on Rails.

Der nächste Amoklauf – es gibt immer etwas zu tun

  • Posted on September 17, 2009 at 4:43 pm

So, der nächste Jugendliche ist ausgeklinkt und hat sich eine Schule ausgesucht. In Ansfelden stürmte der Amokläufer „schwer bewaffnet” das Gymnasium Carolinum. Die bayerische Polizei setzte nach und schoß den Täter mit einer Maschinenpistole an. Glücklicherweise gab es keine Toten. So weit, so gut. Kommen wir zum Nachspiel.

Der Amokläufer hatte eine Axt, zwei Messer und drei Molotow-Cocktails dabei. Damit ist man tatsächlich schwer bewaffnet. Eine Axt ist eine gefährliche Hiebwaffe (damit hat man sich in so mancher geschichtlicher Feldschlacht bewaffnet). Messer können töten, das wissen wir auch. Molotow-Cocktails werden gerne gegen Bunker und gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt (weiß jeder Wehrpflichtige). In Deutschland lief schon ein 42jähriger mit einem selbstgebauten Flammenwerfer Amok. Wie können wir nun in Zukunft solche Amokläufe verhindern? Die Politik gibt uns hier einen Weisen Rat™:

  • Die Medien müssen unbedingt unverzüglich mit allen Spekulationen beginnen, die ihren Journalisten einfallen. Jegliches Fact Finding muß mit einem ausreichenden Pool von Theorien begonnen werden.
  • Zugang zu Haushaltswarengeschäften beschränken; alle Besitzer von Haushaltswaren müssen sich polizeilich registrieren; Küchenwerkzeuge müssen verschlossen verwahrt werden. Die Polizei wird Stichproben bei Köchen und Eigenheimen machen.
  • Zugang zu Baumärkten nur ab 18 Jahren; Registrierung aller Heimwerken bei der lokalen Polizei; Verbot von gewaltverherrlichender Werbung im Fernsehen (Stichwort „es gibt immer etwas zu tun”); sämtliche Werkzeuge müssen verschlossen und getrennt von ihrer Munition verwahrt werden.
  • Zugang zu Killertankstellen unterliegen denselben Bestimmungen.
  • Mehr Videoskameras an deutschen Schulen und auf deutschen Straßen; der Weg der Amokläufer muß lückenlos aufgezeichnet werden. Das ist insbesondere wichtig für Medien wie die Bild-Zeitung und YouTube.
  • Herausfinden, welche Spiele der Täter diese gespielt hat, und diese dann umgehend als Killerspiele brandmarken und verbieten.
  • Die Hinterfragung der Erziehung ist strikt zu vermeiden, denn die Eltern haben damit ja nichts zu tun und können ihre Kinder nicht beeinflussen.

Es ist noch Wahlkampf in Deutschland. Wer von CDU/CSU, SPD, Grüne/Bündnis 90, Linke oder FDP wird es zuerst aufgreifen? Das ist jetzt die Chance wieder neue Anti-Amokgesetze zur weiteren Aushöhlung der Bürgerrechte zu erlassen. So eine Chance darf sich ein Regime einfach nicht entgehen lassen. Geben Sie sich einen Ruck, Herr Schäuble! Frau von der Leyen, das Leben Unschuldiger steht auf dem Spiel! Zensieren Sie bitte die Bilder in den Baumarktkatalogen!

Zensur in Deutschland auch bei der Pressefreiheit

  • Posted on August 22, 2009 at 11:05 pm

Zensursula hat ein Fernsehteam von Spiegel-TV von einem Pressetermin entfernt. Ich habe mir das Video dreimal anschauen müssen, um zu begreifen, daß das echt ist. Bisher kannte ich solche Szenen nur aus Diktaturen oder Ländern, die keine Demokratie ernsthaft betreiben (bei vielen steht das Wort ja nur auf dem Etikett). Frau von der Leyen macht wirklich ernst. In Deutschland ist man mittlerweile schon Dissident, wenn man nachdenkt und sich äußert. Auf der anderen Seite sollten wir froh sein, daß sie Bundesfamilienministerin ist. Wäre sie Verteidigungsministerin, so hätte es längst einen Putsch in Deutschland gegeben. Ihr Ermächtigungsgesetz ist aus dieser Perspektive das kleinere Übel. Ich finde es nur traurig, daß so ein Trampel ungestraft walten und lügen kann. Das kann man sich in keinem Beruf leisten. Für Ministerämter gelten anscheinend keine Qualitätsrichtlinien.

Apropos Internet, ich möchte an dieser Stelle auf eine Webseite aufmerksam machen, die Politikerzitate sammelt. Klar bekommt man die auch auf Wikiquote und all denn Seiten, aber polit-bash.org widmet sich den deutschen Internetausdruckern und alten Herren mit Kugelschreibern. Glücklicherweise sind auch ein paar Lichtblicke dabei, sonst würde die Lekture des gesammelten Politikerauswurfs den Medikamentenkonsum stark fördern (und mit Aspirin ist es da nicht getan, glaubt mir). Gerade im Wahlkampf ist dieses Gedächtnis sehr hilfreich. Ich fürchte nur es wird nichts nutzen.

Langsam verstehe selbst ich wie Politik funktioniert. Ich stehe aber noch am Anfang. Heute ist mir beim Zeitunglesen (ohne Papier, meine Dame und Herren) ein Zusammenhang aufgefallen. Herr Steinmeier hat doch neulich ganz groß getönt: „Vier Millionen neue Jobs – das geht” Ich weiß jetzt endlich wie das verwirklicht werden soll. Es ist ganz einfach. Man erklärt vier Millionen Arbeitslose für geistig behindert nach Aktenlage. Ratz fatz hat man Arbeitsplätze (die können nämlich dann alle in den Behindertenwerkstätten arbeiten). So ein Kanzlerkandidat hat’s einfach drauf.

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