Posts tagged with 'Idioten'

Minister Guttenberg befreit Blogosphäre vor Zitierzwang

  • Posted on February 23, 2011 at 11:32 am

Journalisten und Politiker werfen Bloggern ja gelegentlich vor, daß sie nur quellenlos abschreiben. Diese Zeiten sind nun engültig vorbei. Feste Wurzeln sind einer grundlegenden Unabhängigkeit zuträglich, vollkommen egal woher sie kommen. Karl-Theodor zu Guttenberg bricht mit seinem Verhalten und seiner Doktorarbeit damit eine Lanze für die Freiheit. Endlich sind wir alle wer und werden es auch nachher wieder sein. Bildbuchkarrieren benötigen keine Quellen. Querverweise erinnern ja doch nur an Querdenker, und diese passen nicht in das weißgewaschene Bild der Politik in Deutschland. Kritiklosigkeit kommt wieder in Mode. Hauptsache man sagt ab und zu selbst mal „Überblick über Quellen teilweise verloren“ und läßt andere „Er/sie steht zu dem Blödsinn“.

Es eröffnen sich damit ungeahnte Möglichkeiten. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird drastisch sinken, weil nun die Lebensläufe und Dienstzeugnisse beliebige Ausmaße annehmen können. Der Mangel an qualifizierten Facharbeitern und Experten ist damit über Nacht ausgelöscht. Endlich sind wir wieder wer. Die Schulausbildung können wir auch enorm kürzen und Geld sparen. Schließlich schreibt man jetzt seine Kenntnisse selbst, zwar nicht in Stein, aber auf Papier, ist ja auch geduldiger.

Na dann haben wir ja international keine Konkurrenz zu fürchten. Unsere Spitzenpolitiker sind einfach die Besten der Besten der Besten, Sir!

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Ruby on Rails – continued madness

  • Posted on January 16, 2011 at 4:41 pm

I am still at odds with Ruby and Rails, but I know now why the stupid gems are not available as Debian packages. The Ruby people insist on using their Gem as package manager. Debian has already a very capable package manager. Having two package manager is a bad idea. Other programs seem to manage well. Take Perl for examle. Perl has CPAN, but you can build a Debian package out of any module found on CPAN. It remains a mystery why the Ruby Gems refuse to work this way.
It seems fair to warn everyone intending to use Ruby: „Please install this crap from source and forget about your distribution’s package manager!”

Speaking of gems, here’s another one. I have recreated the production environment in order to simulate the intended upgrade path. I have installed Rails 3.0.3 instead of the Rails 2.1.2 package on the production environment. I just want to try what happens. After changing the version number in the environment.rb file of the application I get the no such file to load — initializer error message. Great, a file or some files are missing, but no mentioning of the missing files. Checking the logs reveils that the Rails 2.1.2 gem is missing. Good thing we’re back to the „you’ve got to have multiple versions of the same gem installed, just to feel good about it” mindset. I am a fool to assume that high level languages are designed to protect sysadmins and developers from the peculiarities of specific versions of the components involved.

Update: Ok, finally I found the strategy I wanted to avoid. Remove all Ruby Debian packages, get the Ruby Enterprise Edition (which is basically a fork of Ruby in order to incorporate sanity) and install it. Kudos to Debian for not letting this crap on board, kudos to the REE developers for delivering this solutions, and a heartfelt and sincere fuck you to Ruby!

Madness on Rails

  • Posted on December 31, 2010 at 1:12 pm

Ruby on Rails is all the fashion. It is quick, fast, efficient, trendy, new, slick, cool and most of all extremely annoying. I am trying to upgrade an Apache+Phusion Passenger+Rails installation. Everything runs on Debian 5.0. The Apache and the Phusion Passenger is compiled from source (including the MySQL database). Ruby and Rails come from the Debian packages (with backports (and with Ruby special backports)). Everything’s a total mess.

  • You need a ton of Ruby Gems for everything to work.
  • You have a ton of versions for all the Gems. Of course you can install them in parallel.
  • Debian’s Ruby Gems won’t work.
  • You need a Ruby Gem Manager from backports or wherever from.
  • You get NULL pointer given error messages – this is exactly why I want to use a high-level language. By the way, this error message hits right in the middle of a Redmine database schema upgrade, and the upgrade script just remarks that some updates won’t get executed. Hello? Database consistency, anyone?
  • You can’t figure out easily why something fails, what requirements it has and which combination of version you need to get it working.
  • You get lots of 500 and 404 HTTP status codes.
  • Something got updated, lost MySQL support, so MySQL support now is a Gem which can’t find the includes and libs in /usr/local/ – and there’s no help in discovering the options to direct the RubyGems manager.
  • You can choose between Ruby 1.8 and 1.9. Debian won’t probably switch to 1.9 because of stability issues. Yes, and by the way, 1.8 and 1.9 share Gems with the same version which are completely different.
  • If you finally discover the Ruby Gem backports and update your Gems, your Ruby Gem Manager will get updated and all Gems will be lost and have to be installed again.
  • RubyGems 1.4.0 proudly tells you that rubygems is switching to a 4-6 week release schedule, so that things break more often.
  • RubyGems take ages to run and to do anything (while maxing out one CPU core and leaving the others with 0% load).
  • The Phusion Passenger install script for the Apache module has multi-coloured output, but you cannot do much if something isn’t found.

The list is probably endless. I know why I use PHP instead. PHP is crap, but at least it’s honest about it and you can get it to run eventually. Hell, even web apps in C/C++ or Java are easier to maintain.

Sinnentleerter JMStV – Deutschland verbrennt Blogs

  • Posted on November 30, 2010 at 5:14 pm

Es ist endlich soweit. Es darf in Deutschland wieder gegen Publikationen vorgegangen werden. Die ersten Blogs brennen schon. Selbst das Blog von studiVZ geht am 31. Dezember 2010 offline.  Der Weg für eine gleichgeschaltete Internetlandschaft ist vorbereitet. Der Jugendmedienstaatsvertrag wurde beschlossen, unter anderem von den mittlerweile unwählbaren Grünen. Das bedeutet, daß Webinhalte ab 1. Januar 2011 mit einer Altersfreigabe gekennzeichnet werden müssen. Für Inhalte „ab 18” muß eine Zugangsbeschränkung implementiert werden. Nun gibt es Blogs und Webseiten, die schon seit 8 Jahren oder länger Inhalte im Netz publiziert haben. Jede(r) Betreiber(in) muß nun alle Inhalte auf eine geeignete Altersfreigabe prüfen, den Inhalt deklarieren und für Inhalte „ab 18” eine Zugangsbeschränkung oder eine Sendezeit implementieren. Das übersteigt die Resourcen vieler Blogs.

Noch dazu wird im Jugendmedienstaatsvertrag keine einheitliche Kennzeichnung geregelt. Zwar sollen die Beschränkungen über HTML Meta-Tags und eine spezielle Schnittstelle markiert und zur Verfügung gestellt werden, die nötigen Standards gibt’s aber nicht. Das juristische Chaos ist perfekt. Die Politik begreift nicht wieviel Schaden sie damit anrichtet. Der JMStV ist nicht durchdacht und schießt weit über das Ziel hinaus. Wie sinnvoll sind denn Sendezeiten für Webinhalte, wenn die Goethe-Institute der Bundesregierung in aller Herren und Frauen Zeitzonen verstreut sind? Man muß kennzeichnen, aber man hat keine Vorschrift wie genau das realisiert werden soll? Realitätsfremder geht es ja wohl nicht.

Ich empfehle zur Illustration die Webinhalte der deutschen Bundesregierung, aller Parteien und aller Politikerblogs auf Altersbeschränkungen zu überprüfen und fleißig abzumahnen.

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Wahnsinn-Update

  • Posted on October 11, 2010 at 10:27 pm

Im Blog war es etwas still in letzter Zeit. Das soll passieren. Tatsächlich war es sehr bewegt. Im Grunde genommen kann ich gerade nicht mit den Absurditäten des Alltags mithalten.

  • Im Wiener Wahlkampf greifen die Parteien zu Comics und werfen sich gegenseitig schlechte sowie geschmacklose Satiren an den Kopf. Die Inhalte waren dünn gesät. Jetzt wundert man sich, aber die Ergebnisse spiegel nur die Politikverdrossenheit in der Stadt wieder.
  • In Stuttgart 21 macht man stattdessen gleich mit Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfern Politik. Bürgerlichen Abweichlern schießt man kurzerhand die Augen aus. Ministerpräsident Mappus’ Vorlage für die Tagespolitik dürfte das Alte Testamant sein. Es wurden auch Kinder attackiert – Frau von der Leyen schritt, entgegen ihren Beteuerungen,  nicht ein.
  • Panzerkardinal Ratzinger läßt Opus Angelorum zu. Ab jetzt sind also offiziell Katzen, Bauersfrauen und Hebammen von Dämonen besessen. Nur die Anbetung von 400 Engeln kann da noch retten. Damit geht die katholische Kirche endgültig zum Polytheismus über. Die Einlieferung in die Psychiatrie folgt umgehend.
  • Obama möchte sämtliche Kommunikation über das Internet von und zu den US of A abhören.
  • Stephanie zu Guttenberg versucht sich als Dirndlpolizei und schützt Jugendliche vor der Welt. Politik goes porn, und Porno wird gesellschaftsfähig Dank der Konservativen.
  • Thilo S. aus G. und Geert W. aus V. habe ich vergessen.

2010 ist damit eigentlich erledigt. 2011 hat noch Chancen auf Korrektur. 2012 ist dann Ende, sagen die Mayas und Roland Emmerich. Na dann.

USA abolishes the Internet economy

  • Posted on September 27, 2010 at 9:55 pm

WASHINGTON. – In a surprise move to speed up the ongoing recession president Obama has abolished all commercial use of the Internet. The change of mind came with a proposal to banish all encrypted data transmissions entering the USA, including online shopping carts and payments. At the same time foreign companies were told to open their data communication completely, enabling US companies to get advance warnings about the business strategies of their competitors. Obama defended the policy by stressing that spying must be openly and freely possible, just what the Founding Fathers had in mind when creating the Land of the Free Agencies.

Any non-compliance will be met with deadly financial force. Any company not having a branch in the US will be forced to open a branch office at gunpoint. Independent observers comment the new regulations as an improved way of getting a global wiretap without having to host the whole Internet, as Saudi-Arabia and India have planned. „You can only flush out the terrorists by reducing vital infrastructure to rubble. The shock and awe bombing strategy has worked brilliantly in the past, so we simply extend it to cryptography”, an official stated in an interview.

We’re eager to see the Internet reduced to the capabilities of the telephone network. This will put an end to anything the bill is trying to stop.

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US Medien werden gleichgeschaltet

  • Posted on August 5, 2010 at 3:33 pm

In den USA geht man nun gegen die Überdosis Wahrheiten vor, die die hiesige Bevölkerung nicht verträgt. Damit die Zivilisten besser informiert werden, gibt es vielleicht bald neben dem Raketenschild auch das media shield. Senator Charles E. Schumer stellt sich das so vor:

Schumer and Feinstein are working with representatives of the newspaper industry in crafting the new language that will explicitly exclude organizations like Wikileaks—whose sole or primary purpose is to publish unauthorized disclosures of documents—from possible protection.

Übersetzt sind die representatives of the newspaper industry alle Zeitungen außer dem Guardian, dem Spiegel und der New York Times. Das macht Sinn, denn die anderen haben die Story verpaßt. Es gilt zu verhindern, daß die Konkurrenz mit Hilfe guter Quellen Geschäft macht und Artikel produziert. Crafting the new language bezieht sich natürlich auf den Gesetzestext, wird aber in Folge auch auf die Sprache als solche angewendet. In Zeiten des Terrors darf man nicht mehr alles sagen. Die Sprache benötigt dringend eine neue gesetzliche Regelung, damit Regierungsentscheidungen nicht mehr angezweifelt werden können. Man sollte mit einer Verringerung des Wortschatzes rechnen. Unauthorized disclosures of documents bezeichnet alle Informationen, die staatlich festgesetzte Realitäten in Frage stellen.

Es ist zu erwarten, daß zukünftig Dissidenten im Land der unbegrenzten Freiheiten durch Militärtribunale verurteilt und umgehend erschossen werden. Man wird zusätzlich die Geschichtsschreibung gründlich inspizieren und alle Hochverräter posthum hinrichten sowie alle Spuren ihrer Existenz tilgen. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich Korrekturen anbringen. Die Russen waren nie in Afghanistan, und die Erfahrungen der Allierten derzeit haben kein vergleichbares Beispiel in der Vergangenheit. Der Krieg in Afghanistan ist absolutes Neuland. Man kann dort weder von den Russen noch von den Briten lernen, die angeblich im 19. Jahrhundert auch schon dort gekämpft haben. Bei auftretenden Zweifeln werden Gesetze erlassen um diese umgehend zu unterbinden.

FAZ steigt ins Rundfunkgeschäft ein

  • Posted on July 22, 2010 at 12:30 pm

Der Niedergang des Zeitungsgeschäfts ist jedem, auch ohne Angaben von Quellen, deutlich bewußt. Alleine die Qualität der meisten Artikel spricht Bände. Intelligente Geschäftsführungen suchen daher rechtzeitig den Anschluß. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist das nun versehentlich gelungen. Sie hat einfach ihre Webseite als Rundfunksendung deklariert. Damit ist die FAZ plötzlich seit Jahren ein Privatsender. Durch diesen semantischen Aufstieg ergeben sich natürlich eine Reihe von Änderungen für uns alle.

Um Rundfunk zu betreiben, muß man entweder eine Lizenz haben oder öffentlich-rechtlich sein. Das bedeutet, daß ab sofort jeder Rundfunkbetreiber einer Webseitensendung um eine solche Lizenz ansuchen muß (das schließt übrigens die FAZ ein, deren Webinhalte ab sofort illegal sind). Nur ARD und ZDF sind sicher, denn die machen ja schon legalen Rundfunk. Wenn man also der klassischen Presse angehört, so muß man auf die Barrikaden (und läßt Rundfunkinhalte von ARD und ZDF nach Tagen löschen). In dieser Welt möchte ich unbedingt leben.

Findige Leserinnen, die die versteckte Quelle gelesen haben, könnten jetzt draufkommen, daß nicht die FAZ sondern der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts das Internet für Rundfunk deklariert hat. Das sind aber nur Details, die vom fehlen der Fakten in dieser Diskussion ablenken. Eigentlich ist das alles ein gutes Zeichen. Man hat Angst von dem Internet, weil man scheinbar die Kontrolle verliert. Man sieht sich nun Meinungen ausgesetzt, die man vorher ignorieren konnte. Das ist unbequem für alteingesessene Politiker, Journalisten und Langschläfer. Es wird Zeit den Wecker zu stellen.

Grüße aus Crematoria

  • Posted on July 2, 2010 at 11:40 pm

Ich kann mich noch an die ganze Meckerei im Mai erinnern. Zu kalt, zu naß, zu winterlich. Jetzt bin ich dran. Mittlerweile muß man nur auf die Straße gehen, um abzufackeln. Spontan fällt mir Walters Aussage über Arizona ein. Ein Hitzebegeisterter merkt an: „But it’s a dry heat!” Walter antwortet passend: „So is a Bonfire; but you don’t see me stickin’ my butt in one of those either!” Alles Pappnasen!

Also dann, Grüße aus Crematoria! Ich freue mich schon auf die Zeit bis Ende August. Wien, 39°C, der Arsch brennt, die Wiener sagen „Endlich mal Sommer!”. Ich bleibe im Keller. Ruft mich, wenn wir die 23°C unterschritten haben.

Content Mafia läßt ORF Futurezone abschalten

  • Posted on June 17, 2010 at 10:59 am

In den letzten Tagen wurde hier in .at über das ORF Gesetzt diskutiert. Ein Großteil der Diskussion fand offenbar hinter verschlossenen Türen statt. Jedenfalls hat das Parlament heute das ORF Gesetz durchgewunken. Dem ORF winken 160 Millionen Silberlinge. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) kann ungeliebten Inhalt aus dem bösen Internet entfernen. Alle sind glücklich. Die Themen Netzpolitik und IT sind zu gefährlich, um sie ungesteuert der Öffentlichkeit auszusetzen.

Dabei sollte das nicht überraschen. Auf der VÖZ Webseite stehen klare Botschaften. „Wenn es hart auf hart geht, setzen sich die Besten an die Spitze”, „ORF-Onlineangebot – klarer Auftrag, saubere Grenzen, keine Werbung” oder „Keine digitale Zukunft ohne Verleger” kann man dort lesen. Man könnte meinen gleich kämen die Hitmen. Die Bericherstattung soll nicht zu tiefgreifend und nicht zuviel sein, damit Online-Angebote im Internet der Verlagskonkurrenz eben keine Konkurrenz machen. Das ist gut durchdacht und freut jeden, der seine Informationen hauptsächlich aus Internetquellen bezieht. Das sind wohl die sauberen Grenzen, die auf der Webseite erwähnt werden. Bei Netzkultur hört der Spaß auf, sagen die Verlage.

Man darf den VÖZ nicht isoliert betrachten. Im Parlament haben FPÖ, ÖVP und SPÖ dem Gesetzt zugestimmt. Das paßt zum Bild der Parteien, denn ein Gefühl für Netzpolitik ist dort auch nicht vorhanden. Unbequemes blendet man gerne aus, und wer sich ein eigenes Bild machen will und denkt, der ist sowieso unerwünscht.

Internetprovider und deren Kompetenz

  • Posted on June 12, 2010 at 12:48 am

Man soll ja Gedanken, die einen beschäftigen, aufschreiben, damit man besser schlafen kann. Da der unsägliche Wiener Sommer mit seinen 3000°C endlich begonnen hat, mache ich das auch. Man visualisiere eine Firma, die vom Anbieter Qacgi eine Business Internetanbindung hat. Da der Anbieter Qacgi neulich vom Anbieter CCQ aufgekauft wurde, verwendet Qacgi nun auch für Leitungen mit höherer Geschwindigkeit die Technologie von CCQ. Ist soweit auch in Ordnung. Um 1742 meldet das Monitoringsystem einen Host Down Status. Da das Büro nicht mehr besetzt ist, kann ein Sysadmin erst um ca. Mitternacht vor Ort sein. An der Bürotür findet sich ein Hinweis, ausgestellt vom Techniker Prfeizg Ahriesn (angestellt von CCQ Witrydfmy Kliv TaeL). Der Text auf diesem Zettel besagt:

Der Brzhoioso XD Anschluß mußte stillgelegt werden! Anmeldung unter 01/NUMMER

Passend dazu hingen noch zwei Werbewaschzettel mit Preisen und besagter Telefonnummer des bemühten Betreuers Prfeizg Ahriesn für Neukunden bereit. Es ist wohl überflüssig zu sagen, daß das Rebooten des Modems (was ein Watchdog ohnehin seit Ausfall periodisch versucht hat) nichts bewirkt hat. Bei Anruf Sprachbox, und das Handy konnte die gebührenpflichtige 0900 Nummer für den Rundum-Sorglos-Support um schlappe 2,16€/Minute mangels 0900 Sperrung nicht erreichen. Es folgte eine E-Mail an den Support nach Busfahrt zum nächsten Internet Outlet. Mittlerweile ist Samstag. Ich bin gespannt, ob Herr Prfeizg Ahriesn sich am Wochenende Zeit nimmt, um den Fuck Up zu beseitigen.

Absurd, aber das passiert bei Mergern und fehlgeleiteten Wirren.

Die verschlüsselten Namen lassen sich mit Vignère und dem Namen eines österreichischen Internetanbieters entschlüsseln – falls der Algorithmus nicht zwischenzeitlich aus unerfindlichen Gründen stillgelegt werden mußte…

Die Zukunft ist „fingerbedienbar”!

  • Posted on June 6, 2010 at 9:06 pm

Mir wird jetzt endgültig schlecht. Es ist schlimm genug, daß gelegentlich sinnlose Hypes durchs Internet fegen. Wenn der Schrott sich dann bei der Journaille verbreitet, nervt es. Aber der Rummel um die Tablets ist einfach nur zum Kotzen. Tablet-PCs gibt es seit 2001, und sie wurden nicht von Apple gefunden. Wenn man es genau nimmt hat sich die Technologie Elisha Gray im Jahre 1888 patentieren lassen. Star Trek hat es dann aufgegriffen. Vor den PCs haben es die PDAs versucht. Vor dem dämlichen iPad war es eine Randerscheinung. Jetzt ist es plötzlich die Zukunft. Mir wird wirklich schlecht.

Es macht aber Sinn. Die Unterhaltungsindustrie möchte ihren Kunden ja schon lange die Tastatur wegnehmen. Tastaturen machen nur Ärger. Darauf schreibt man kritische Texte, kritischen Code oder verletzt Patente sowie Urheberrechte. Aus dieser Perspektive sind Tablets tatsächlich eine Revolution. Das ideale Tablet bietet auf der rechtlich geschützten Oberfläche, die nicht verändert werden darf, nur die Funktionen Kaufen und Anschauen. Mehr braucht der zukünftige Untertan nicht mehr. Das paßt dazu auch völlig in die Rezession, denn gearbeitet wird auch nicht mehr. Ist ja kein Geld da, und auf den handelsüblichen Tastaturen sind zuviele Tasten. Was macht ein Mensch mit dem Wunsch-IQ der Unterhaltungsindustrie mit einer 105-Tasten-Tastatur? Nicht viel. Für die typischen Forenpostings braucht man nicht einmal das ganze Alphabet.

Dann schauen wir uns die Zukunft doch mal an. Ich würde den verlinkten Artikel ja „Wie Bilderrahmen den PC-Markt umkrempeln” nennen, denn fingerbedienbar sind meine Computer schon seit über 20 Jahren.

Captain Steve übt Neusprech

  • Posted on April 30, 2010 at 1:18 pm

Captain Steve™ hat Adobe® öffentlich verteufelt. Er schrieb über Adobe® Flash, und das hört sich so an.

Adobe’s Flash products are 100% proprietary. They are only available from Adobe, and Adobe has sole authority as to their future enhancement, pricing, etc. While Adobe’s Flash products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Adobe and available only from Adobe. By almost any definition, Flash is a closed system.

Was er eigentlich sagen wollte war dies:

Apple’s products are 100% proprietary. They are only available from Apple, and Apple has sole authority as to their future enhancement, pricing, etc. While Apple’s products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Apple and available only from Apple. By almost any definition, Apple’s iPad, iPhone and soon OS X is a closed system.

Ich glaube da hat sich wer bei der Meldung nur geirrt. Nachdem Apple nun lizenztechnisch C# und andere Werkzeuge verboten hat, kann es mit der Offenheit nicht weit her sein.

Update: El Reg hat eine sehr treffende Analyse des Ausbruchs. Es geht rein um einen Kontrollwahn, mit offenen Plattformen hat Captain Steve nichts zu tun.

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