Posts tagged with 'Absurd'

Wahnsinn-Update

  • Posted on October 11, 2010 at 10:27 pm

Im Blog war es etwas still in letzter Zeit. Das soll passieren. Tatsächlich war es sehr bewegt. Im Grunde genommen kann ich gerade nicht mit den Absurditäten des Alltags mithalten.

  • Im Wiener Wahlkampf greifen die Parteien zu Comics und werfen sich gegenseitig schlechte sowie geschmacklose Satiren an den Kopf. Die Inhalte waren dünn gesät. Jetzt wundert man sich, aber die Ergebnisse spiegel nur die Politikverdrossenheit in der Stadt wieder.
  • In Stuttgart 21 macht man stattdessen gleich mit Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfern Politik. Bürgerlichen Abweichlern schießt man kurzerhand die Augen aus. Ministerpräsident Mappus’ Vorlage für die Tagespolitik dürfte das Alte Testamant sein. Es wurden auch Kinder attackiert – Frau von der Leyen schritt, entgegen ihren Beteuerungen,  nicht ein.
  • Panzerkardinal Ratzinger läßt Opus Angelorum zu. Ab jetzt sind also offiziell Katzen, Bauersfrauen und Hebammen von Dämonen besessen. Nur die Anbetung von 400 Engeln kann da noch retten. Damit geht die katholische Kirche endgültig zum Polytheismus über. Die Einlieferung in die Psychiatrie folgt umgehend.
  • Obama möchte sämtliche Kommunikation über das Internet von und zu den US of A abhören.
  • Stephanie zu Guttenberg versucht sich als Dirndlpolizei und schützt Jugendliche vor der Welt. Politik goes porn, und Porno wird gesellschaftsfähig Dank der Konservativen.
  • Thilo S. aus G. und Geert W. aus V. habe ich vergessen.

2010 ist damit eigentlich erledigt. 2011 hat noch Chancen auf Korrektur. 2012 ist dann Ende, sagen die Mayas und Roland Emmerich. Na dann.

Internetprovider und deren Kompetenz

  • Posted on June 12, 2010 at 12:48 am

Man soll ja Gedanken, die einen beschäftigen, aufschreiben, damit man besser schlafen kann. Da der unsägliche Wiener Sommer mit seinen 3000°C endlich begonnen hat, mache ich das auch. Man visualisiere eine Firma, die vom Anbieter Qacgi eine Business Internetanbindung hat. Da der Anbieter Qacgi neulich vom Anbieter CCQ aufgekauft wurde, verwendet Qacgi nun auch für Leitungen mit höherer Geschwindigkeit die Technologie von CCQ. Ist soweit auch in Ordnung. Um 1742 meldet das Monitoringsystem einen Host Down Status. Da das Büro nicht mehr besetzt ist, kann ein Sysadmin erst um ca. Mitternacht vor Ort sein. An der Bürotür findet sich ein Hinweis, ausgestellt vom Techniker Prfeizg Ahriesn (angestellt von CCQ Witrydfmy Kliv TaeL). Der Text auf diesem Zettel besagt:

Der Brzhoioso XD Anschluß mußte stillgelegt werden! Anmeldung unter 01/NUMMER

Passend dazu hingen noch zwei Werbewaschzettel mit Preisen und besagter Telefonnummer des bemühten Betreuers Prfeizg Ahriesn für Neukunden bereit. Es ist wohl überflüssig zu sagen, daß das Rebooten des Modems (was ein Watchdog ohnehin seit Ausfall periodisch versucht hat) nichts bewirkt hat. Bei Anruf Sprachbox, und das Handy konnte die gebührenpflichtige 0900 Nummer für den Rundum-Sorglos-Support um schlappe 2,16€/Minute mangels 0900 Sperrung nicht erreichen. Es folgte eine E-Mail an den Support nach Busfahrt zum nächsten Internet Outlet. Mittlerweile ist Samstag. Ich bin gespannt, ob Herr Prfeizg Ahriesn sich am Wochenende Zeit nimmt, um den Fuck Up zu beseitigen.

Absurd, aber das passiert bei Mergern und fehlgeleiteten Wirren.

Die verschlüsselten Namen lassen sich mit Vignère und dem Namen eines österreichischen Internetanbieters entschlüsseln – falls der Algorithmus nicht zwischenzeitlich aus unerfindlichen Gründen stillgelegt werden mußte…

Die Zukunft ist „fingerbedienbar”!

  • Posted on June 6, 2010 at 9:06 pm

Mir wird jetzt endgültig schlecht. Es ist schlimm genug, daß gelegentlich sinnlose Hypes durchs Internet fegen. Wenn der Schrott sich dann bei der Journaille verbreitet, nervt es. Aber der Rummel um die Tablets ist einfach nur zum Kotzen. Tablet-PCs gibt es seit 2001, und sie wurden nicht von Apple gefunden. Wenn man es genau nimmt hat sich die Technologie Elisha Gray im Jahre 1888 patentieren lassen. Star Trek hat es dann aufgegriffen. Vor den PCs haben es die PDAs versucht. Vor dem dämlichen iPad war es eine Randerscheinung. Jetzt ist es plötzlich die Zukunft. Mir wird wirklich schlecht.

Es macht aber Sinn. Die Unterhaltungsindustrie möchte ihren Kunden ja schon lange die Tastatur wegnehmen. Tastaturen machen nur Ärger. Darauf schreibt man kritische Texte, kritischen Code oder verletzt Patente sowie Urheberrechte. Aus dieser Perspektive sind Tablets tatsächlich eine Revolution. Das ideale Tablet bietet auf der rechtlich geschützten Oberfläche, die nicht verändert werden darf, nur die Funktionen Kaufen und Anschauen. Mehr braucht der zukünftige Untertan nicht mehr. Das paßt dazu auch völlig in die Rezession, denn gearbeitet wird auch nicht mehr. Ist ja kein Geld da, und auf den handelsüblichen Tastaturen sind zuviele Tasten. Was macht ein Mensch mit dem Wunsch-IQ der Unterhaltungsindustrie mit einer 105-Tasten-Tastatur? Nicht viel. Für die typischen Forenpostings braucht man nicht einmal das ganze Alphabet.

Dann schauen wir uns die Zukunft doch mal an. Ich würde den verlinkten Artikel ja „Wie Bilderrahmen den PC-Markt umkrempeln” nennen, denn fingerbedienbar sind meine Computer schon seit über 20 Jahren.

Captain Steve übt Neusprech

  • Posted on April 30, 2010 at 1:18 pm

Captain Steve™ hat Adobe® öffentlich verteufelt. Er schrieb über Adobe® Flash, und das hört sich so an.

Adobe’s Flash products are 100% proprietary. They are only available from Adobe, and Adobe has sole authority as to their future enhancement, pricing, etc. While Adobe’s Flash products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Adobe and available only from Adobe. By almost any definition, Flash is a closed system.

Was er eigentlich sagen wollte war dies:

Apple’s products are 100% proprietary. They are only available from Apple, and Apple has sole authority as to their future enhancement, pricing, etc. While Apple’s products are widely available, this does not mean they are open, since they are controlled entirely by Apple and available only from Apple. By almost any definition, Apple’s iPad, iPhone and soon OS X is a closed system.

Ich glaube da hat sich wer bei der Meldung nur geirrt. Nachdem Apple nun lizenztechnisch C# und andere Werkzeuge verboten hat, kann es mit der Offenheit nicht weit her sein.

Update: El Reg hat eine sehr treffende Analyse des Ausbruchs. Es geht rein um einen Kontrollwahn, mit offenen Plattformen hat Captain Steve nichts zu tun.

Zynismus und Arroganz als Ostergeschenk

  • Posted on April 4, 2010 at 8:03 pm

Eigentlich geht mich das längst nichts mehr an, da ich mich 2002 zu meiner Religion bekannt habe. Ich bin aus der Kirche ausgetreten. „Meine” Kirche war zwar in diesem Fall evangelisch, was verglichen mit der katholischen Kirche harmlos war. Ich wollte aber nicht den Schein wahren. Ich glaube nun mal nicht an den einen Gott, wenn es Alternativen wie das Fliegende Spaghettimonster oder die Himmlische Teekanne gibt. Ich möchte auch keine Hierarchien unterstützen, die ich nicht mag. Speziell bei der katholischen Kirche gibt es für mich zuviel auszusetzen – keine Priesterinnen, keine Päpstin, Lügengeschichten über den Schutz vor AIDS, organisiertes Vertuschen von Mißbrauchsfällen und vieles mehr.

Die diesjährige Osterbotschaft des Vatikans hilft sicher nicht dabei mich umzustimmen. Der Papst hat nichts zu sagen (paßt zu seiner Vergangenheit). Klare Worte sucht man vergeblich. Stattdessen kommen trotzige Vergleiche mit der Verfolgung der Juden von Pater Cantalamessa, die noch dazu vollkommen geschmacklos sind. Kardinal Angelo Sodano bringt dann die offizielle Meinung der katholischen Kirche auf den Punkt: „Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit dir und wird sich nicht von dem unbedeutenden Geschwätz dieser Tage beeinflussen lassen.” Ja, klar, das sind nur Einzelaussagen, es gibt viele Katholiken, die anders denken, etc. Natürlich, nur interessiert es die Obrigkeit einfach nicht. Nach wie vor gilt das Gesetz des Schweigens. Man will die Krise aussitzen.

Ich hoffe nur, daß sich die Wogen nicht mehr glätten und sich die Opfer nicht einfach so abspeisen lassen. Eine Gruppe von Anwälten in Großbritannien prüft gerade, ob man den Papst nicht nach dem Weltrechtsprinzip zur Rechenschaft ziehen kann. Hoffen wir’s.

The Joy of High Level Languages

  • Posted on February 16, 2010 at 6:06 pm

When programming you should use a high level programming language. This is important since you do not ever again have to deal with the intricacies of the platform you are working on. Coding becomes paradise. And the Earth is flat, and pigs can fly. I’ve spent over ten days tracking down a problem of Awstats stopping to update the web statistics. The configuration was copied from the old server, as were all the logs, the previous configurations, everything. Yet Awstats did not generate new statistics.

Finally I found an unsuspecting line in the logs. It went: „Warning: Error while retrieving hashfile: Byte order is not compatible at ../../lib/Storable.pm” It’s just a warning, so it’s nothing to be worried about, right? And since we use a high level language surely the change from 32 bit to 64 bit Debian cannot make a difference, right? We code in high level, we do not deal with byte orders and other wordly stuff anymore. We are enlightened. And obviously we are fucked. Thanks to a hint on a blog somewhere the web statistics are working again.

I will continue my text indexer project today. It’s written in C++.

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Pressing questions about the iPad

  • Posted on January 28, 2010 at 2:33 pm

Apple has done it. It released another product free of imperfections and by doing this got another license to print money. Congratulations! Here are my most pressing questions about the new iPad.

  • Will it run GNU/Linux?
  • How can I get root access?
  • Where are the tools to unlock it and install decent software on it?
  • Does it support PDF, TXT, OGG, Theora and other open formats?

Tell me whenever all of these questions are answered. Until then please do not bother me with religious bullshit. Thanks!

Korrekte Deklaration dieser Webseite

  • Posted on January 26, 2010 at 10:58 am

Die Internetausdrucker schlagen wieder zu. Man fordert Sendezeitbegrenzungen für „Internetsendungen”, also Webseiten. Der AK Zensur hat sich den Vorschlag genauer angesehen. Die Ergebnisse sind haarsträubend. Internet-Zugangs-Anbieter (a.k.a. Access Provider oder ISPs) und Anbieter von Webspace (a.k.a. Hosting Provider) werden mit den eigentlichen Inhalteanbietern (a.k.a. Autoren und -innen) gleichgesetzt. Access Provider müssen Inhalte blockieren, die sich nicht an die hiesigen (deutschen) Jugendschutzbestimmungen halten. Betreiber von Blogs müssen künftig Inhalte entfernen, „die geeignet sind, die Entwicklung von jüngeren Personen zu beeinträchtigen”. Zusammengefaßt liest sich das so:

  • Man verlangt nach einer weltweiten Kennzeichnung aller Inhalte des Internets in ab 0 Jahre, ab 6 Jahre, ab 12 Jahre, ab 16 Jahre und ab 18 Jahre. Ich bin sicher, daß es dafür länderübergreifend eindeutige Richtlinien gibt, die sich leicht umsetzen lassen. Immerhin verdammen ja auch alle Staaten der Welt Terrorismus und den Drogenhandel.
  • Man verlangt nach einer weltweiten Sendezeitbegrenzung für Internetinhalte (beispielsweise nur zwischen 22 und 6 Uhr, wenn ab 16 Jahre). Im Anbetracht der diversen Zeitzonen im Internet ist das eine sportliche Herausforderung.
  • Man möchte über den Umweg des Jugendschutzes die deutsche Pornoindustrie stärken. Anbieter, die sich nicht den Regeln unterwerfen, wandern ins Ausland, werden geblockt und überlassen damit den deutschen Anbietern den Markt. Die Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages ist daher eine versteckte „Abfuckprämie” für Inlandpornographie.

Diese Webseite ist übrigens nur für ein Publikum ab 18 Jahren gedacht. Es befinden sich kritische Inhalte und Verlinkungen zu diesen auf diesen Seiten. Das ist unvereinbar mit dem Jugendschutz, denn es kann die Entwicklung von jüngeren Personen beeinträchtigen (sprich sie könnten eine eigene Meinung entwickeln, und das ist bei Wahlen an den Urnen unerwünscht). Weiterhin darf diese Webseite aus Jugendschutzgründen nur zwischen 2200 und 0600 abgerufen werden. Als Zeitzone gilt die des abrufenden Webbrowsers.

SugarCRM-, Apache- und Browserschmerzen

  • Posted on December 30, 2009 at 10:58 pm

Ich habe gerade stundenlang Upgrades auf einem Webserver gemacht. Im Prinzip ist es ganz einfach, da es ein LAMP System ist. Wegen besonderen Richtlinien wird dort Apache, PHP und MySQL durch den Compiler gejagt. Macht ja nichts, ist recht straightforward. Nach etlichen Segmentation Faults mußte ich dann herausfinden, daß beim Build PHP die alte MySQL-Library bevorzugt. Im phpMyAdmin sieht man dann eine schöne Warnung. Führt tatsächlich zu Crashes. Nachdem dann alles funktionierte, habe ich mit SugarCRM angenommen.

Die SugarCRM Webseite ist grottenschlecht. Das ganze Machwerk muß ein Unfall gewesen sein. Man findet das passende ZIP Archiv mit den Upgrade-Versionen nur mit Google und viel sinnlosem Herumklicken. Wenn die Download-Seite eine URL nicht auflösen kann, dann wird man zu einem Download-Portal geleitet wo es natürlich keine Links zu den Upgrades gibt. Es gibt nur einen Upgrade-Wizard, der Golfbälle durch Gartenschläuche saugen kann (sprich nach wenigen Klicks ist man so ratlos wie zuvor; er reicht einem aber ein Handbuch). Nach Studium des Manuals kann man dann tatsächlich von 5.0.0 auf 5.2.0 und letztlich auf 5.5.0 gehen. Man muß dazu nur bestimmte Einstellungen in der php.ini verändern (20 MB Upload „Limit”, sehr hohe Execution Time, etc.).

Die Sahnehaube auf der Aktion war die Involvierung mehrere Browser, denn

  • mein Iceweasel (Firefox) auf meiner Workstation im Büro hat ein defektes Profil und zickt mit JavaScript und so herum,
  • der Konqueror anfangs die SugarCRM Seite (vor dem Upgrade) nicht laden wollte,
  • nur der Opera alles konnte (aber nur bis kurz vor Ende des Upgrades),
  • der Konqueror dann doch die SugarCRM Seite lud,
  • irgendwie aber trotzdem der Upgrade Wizard nicht ganz fertig war,
  • und ich schließlich auf den Iceweasel auf meinem Laptop ausweichen mußte.

Ist doch toll, oder? Wenn das Web die Zukunft ist, dann können wir bald den Laden dichtmachen. Browser sind scheiße – und zwar alle. Gilt ebenso für Betriebssysteme, also macht euch keine Illusionen von frischem Obst.

Deutsche Wikipedia als Buch erhältlich

  • Posted on November 10, 2009 at 10:50 pm

Die deutschprachige Wikipedia erscheint jetzt als gedrucktes Buch in Frakturschrift. Die Bücher sind luftdicht verpackt. Alle Seiten sind mit Zaubertinte geschrieben, die sich nach Kontakt mit der Luft nach einer zufälligen Zeit selbst löscht. Man spart sich damit die langwierigen Löschdekrete der Online-Version. Finde ich sehr praktisch.

Noch praktischer wäre die Version für Amazons Kindle, wo dann die Admins die Artikel aus der Ferne jederzeit löschen können.

Digitale Schleppnetzfahndung

  • Posted on October 30, 2009 at 11:04 pm

Note to self: Niemals Eva Schweitzer zitieren! Diese Dame möchte nicht zitiert und verlinkt werden. Holzmedien mögen keine Hyperlinks, manche Schreiberlinge ebenso. Welcher Idiot hat eigentlich Abmahnungen erfunden? Die waren mal ursprünglich dazu da, die Last von den Gerichten zu nehmen. Der Schuß ist mächtig nach hinten losgegangen.

Ja, und beim Nachlesen habe ich unter anderem ein Zitat von Jörg Kantel gefunden. Sehr lesenswert.

Deutsche Wikipedia – der lange Arm der CDU

  • Posted on October 15, 2009 at 7:46 pm

Die deutsche Wikipedia hat eine eifrige Redaktion. Da gibt es Diskussionen, Zweifel und Rechtfertigungen. Nun habe ich nach dem Lesen einer Löschdiskussion meine Zweifel. Wikipedia hat den Eintrag über den Verein MOGIS (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren) gelöscht. So ganz kann ich die Diskussion nicht wiedergeben, sie erscheint mir etwas absurd. Den Verein gibt es tatsächlich, er ist in Deutschland registriert. Man kennt ihn aus der Presse und aus dem Web von den Protesten gegen die Einführung der Großen Deutschen Zensur. Mir ist eigentlich völlig unverständlich wieso man den Artikel löscht statt Kritik einzuarbeiten und den Text zu verbessern.

Militärisch versucht man immer in der modernen (mordenden?) Zeit die Lufthoheit zu erlangen, weil man dann recht viel tun kann ohne mit Gegenwehr rechnen zu müssen (jedenfalls mal in der Luft). Bei der Löschdiskussion drängt sich mir das Wort Informationshoheit auf. Welcher Dæmon die Wikipedia-Leute da geritten hat, frage ich mich. Viel erwarte ich mir bei der „Ich habe ja nur die Lager bewacht.”-Mentalität allerdings nicht.

Deutschland beschließt Geheime Internetpolizei

  • Posted on June 16, 2009 at 2:22 pm

Das Grundgesetz bröckelt. SPD und CDU haben ganze Arbeit geleistet, die Stasi (oder Schlimmeres) wieder auferstehen zu lassen. Heute hat Deutschland beschlossen die Zensur wieder einzuführen. Das Filtern von kinderpornographischen Inhalten war nur ein Mittel zum Zweck. Es geht eigentlich darum Inhalte zu filtern und zu kontrollieren wer sich etwas anschaut bzw. herunterläd. Als Beleg dient die Aussage der CDU Presseerklärung „Klare Kante gegen Kinderpornographie”. Hier ein Auszug:

Damit ist eine gefährliche Entwicklung gestoppt worden. Unter Berufung auf eine angebliche Internetzensur durch den Staat wollten die Linksaußen in der SPD durchsetzen, dass das Internet zum rechtsfreien Raum wird. Die SPD wäre dadurch Gefahr gelaufen, Straftaten im Internet Vorschub zu leisten, von der Vergewaltigung und Erniedrigung kleiner Kinder bis hin zu Urheberrechtsverletzungen in breitestem Ausmaß gegenüber Künstlern und Kreativen.

Da steht es ungefiltert. Zuerst nimmt man die Kinder als Geisel, damit man die Kritiker schnell mundtot machen kann. Dann peitscht man das Gesetz durch, welches ohne Fakten gefordert und formuliert wurde. Als Sahnehaube erweitert man es dann noch um alles, was nicht paßt, in diesem Fall Urheberrechtsverletzungen. In dieselbe Kerbe schlägt Thomas Strobl von der CDU. Man solle doch gleich die Internetsperren nutzen, um damit Killerspiele zu blockieren. Wenn man mal einen Hammer in der Hand hat, dann schaut alles aus wie ein Nagel.

Sicherheit geht eben ganz klar vor Freiheit. Es wird Zeit zu verschlüsseln, anonymisierende Technologie einzusetzen und die Kommunikation der Zensur zu entziehen.

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