Opera 10 – Bedeutung von Beta

  • 24 August 2009

Ok, ich gestehe, ich benutze ab und zu proprietäre Software. Neben Opera sind das meistens Killerspiele, so wie Windows XP, Adobe Acrobat Reader oder Doom 3 (alle verleiten zum Töten, Opera übrigens auch). Da mich der Opera seit geraumer Zeit nervt, habe ich dann doch mal nach Updates geschaut. Bisher habe ich Version 10.00.4402.gcc4.qt3 verwendet. Das Paket war eine .deb Datei für Debian Lenny. Neugierig wie ich bin, habe ich mal aptitude show opera ausgeführt (noch bevor dem Upgrade). Die letzte Zeile im ausgegebenen Text lautet:

The binaries were built on Fedora Core 4 (Stentz) using gcc-4.0.0.

Gut. Wir haben heute den 24. August 2009. Die Release Notes für Fedora Core 4 stammen aus dem Jahre 2005. Der GCC 4.0.0 wurde am 20. April 2005 herausgebracht (ebenso laut Release Notes). Opera 10beta ist neu. Ich verstehe ja, daß Software manchmal geregelt entwickelt wird, man Rollouts hat, Milliarden von unbekannten Clients unterstützt werden wollen, alte Hardware verwendet wird, unerforschte Legacy Systeme (betreut von Sysadmins mit Peitsche und Hut) den Code ausführen müssen und die eine oder andere Ziege ihr Leben lassen muß, damit man die letzten Heisenbugs findet. Aber warum jagt man den Source ausgerechnet im Weinregal bei den antiken Stücken durch den Compiler? Selbst Debian ist über den GCC 4.0.0 hinweg (Lenny bringt 4.3.2 mit). Worin besteht genau der Test bei Operas Betaversion? Vielleicht stammt das .deb aber auch nur von einer Entwickler-Workstation und wurde so nebenbei herausgepreßt.

Ich habe übrigens gerade 10.00.4537.gcc4.qt3 installiert (auch als .deb für Lenny). Wenn ich die Prozedur wiederhole, dann steht nur mehr folgender Text da:

The binaries were built using gcc 4.

Wahrscheinlich steht dann in der finalen Version nur noch „The binaries were built”. Mir wäre es ja auch peinlich.

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