Der nächste Amoklauf – es gibt immer etwas zu tun

  • 17 September 2009

So, der nächste Jugendliche ist ausgeklinkt und hat sich eine Schule ausgesucht. In Ansfelden stürmte der Amokläufer „schwer bewaffnet” das Gymnasium Carolinum. Die bayerische Polizei setzte nach und schoß den Täter mit einer Maschinenpistole an. Glücklicherweise gab es keine Toten. So weit, so gut. Kommen wir zum Nachspiel.

Der Amokläufer hatte eine Axt, zwei Messer und drei Molotow-Cocktails dabei. Damit ist man tatsächlich schwer bewaffnet. Eine Axt ist eine gefährliche Hiebwaffe (damit hat man sich in so mancher geschichtlicher Feldschlacht bewaffnet). Messer können töten, das wissen wir auch. Molotow-Cocktails werden gerne gegen Bunker und gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt (weiß jeder Wehrpflichtige). In Deutschland lief schon ein 42jähriger mit einem selbstgebauten Flammenwerfer Amok. Wie können wir nun in Zukunft solche Amokläufe verhindern? Die Politik gibt uns hier einen Weisen Rat™:

  • Die Medien müssen unbedingt unverzüglich mit allen Spekulationen beginnen, die ihren Journalisten einfallen. Jegliches Fact Finding muß mit einem ausreichenden Pool von Theorien begonnen werden.
  • Zugang zu Haushaltswarengeschäften beschränken; alle Besitzer von Haushaltswaren müssen sich polizeilich registrieren; Küchenwerkzeuge müssen verschlossen verwahrt werden. Die Polizei wird Stichproben bei Köchen und Eigenheimen machen.
  • Zugang zu Baumärkten nur ab 18 Jahren; Registrierung aller Heimwerken bei der lokalen Polizei; Verbot von gewaltverherrlichender Werbung im Fernsehen (Stichwort „es gibt immer etwas zu tun”); sämtliche Werkzeuge müssen verschlossen und getrennt von ihrer Munition verwahrt werden.
  • Zugang zu Killertankstellen unterliegen denselben Bestimmungen.
  • Mehr Videoskameras an deutschen Schulen und auf deutschen Straßen; der Weg der Amokläufer muß lückenlos aufgezeichnet werden. Das ist insbesondere wichtig für Medien wie die Bild-Zeitung und YouTube.
  • Herausfinden, welche Spiele der Täter diese gespielt hat, und diese dann umgehend als Killerspiele brandmarken und verbieten.
  • Die Hinterfragung der Erziehung ist strikt zu vermeiden, denn die Eltern haben damit ja nichts zu tun und können ihre Kinder nicht beeinflussen.

Es ist noch Wahlkampf in Deutschland. Wer von CDU/CSU, SPD, Grüne/Bündnis 90, Linke oder FDP wird es zuerst aufgreifen? Das ist jetzt die Chance wieder neue Anti-Amokgesetze zur weiteren Aushöhlung der Bürgerrechte zu erlassen. So eine Chance darf sich ein Regime einfach nicht entgehen lassen. Geben Sie sich einen Ruck, Herr Schäuble! Frau von der Leyen, das Leben Unschuldiger steht auf dem Spiel! Zensieren Sie bitte die Bilder in den Baumarktkatalogen!

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