News

Journalism

  • Posted on August 20, 2016 at 5:48 pm

HBO’s John Oliver took a close look at the state of journalism. Everyone is in dire need of facts and story research. No one wants to pay, as it seems. This is not really the truth. It’s a simplification. Every newspaper has its online edition. Contrary to paper the digital articles allow for the sampling of statistics. The paper edition throws a few hundred grams of data into a mailbox. There is no feedback channel. You do not know who reads which article. You do not even know how many people read the paper. You may know some information about your readers from the data subscribers leave voluntarily. That’s it.

The online edition offers much more feedback. You can track users. You can record their favourite interests. You can take the time spent on the web site. You can do a lot more. What if I don’t want to be tracked? Where is the Do Not Track button in the online form for buying subscriptions? Someone isn’t paying attention.

I read a couple of news outlets (let’s use this term). I cannot afford to buy a subscription for all sources. This brings me to another business model that is absent from the market. I would like to read articles from many newspapers and pay by article at the end of the month. Trouble is that this requires a cross-newspaper identification which in turn can be used for tracking again (and it can only be done in an ideal world where copyrighted material can be syndicated easily, so it is pure fiction). Facebook and Google think about this for some time. I would prefer the news without the tracking.

So who wants to sell me some news?

Leistungsschutzrecht und Links

  • Posted on June 23, 2013 at 9:45 pm

Google setzt den Wunsch der Verleger in Deutschland um und entfernt alle Links auf Zeitungsartikel. Ich werde diesem Beispiel folgen und auch keine Links mehr auf Artikel in Online-Zeitungen setzen. Hat man sich ja so oder ähnlich gewünscht.

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S.P.O.N. romantisiert Stasi-Methoden

  • Posted on April 25, 2011 at 1:36 pm

Eigentlich wollte ich nur kurz Nachrichten lesen. Dabei bin ich dann versehentlich beim ehemaligen Nachrichtenmagazin gelandet (ich weiß, ich muß das Bookmark mal aus der Rubrik Nachrichten löschen). Das wäre alles nicht so schlimm, wenn ich nicht die satirische Kolumne von Herrn Jan Fleischhauer entdeckt hätte. Er kritisiert im Text »Die große Datenphobie« die Kleinlichkeit der Gegner der Vorratsdatenspeicherung a.k.a. Volksüberwachung. Es gäbe ja wohl keine Gefahr, daß die Demokratie in Deutschland durch die paar Daten plötzlich in eine Diktatur abrutscht. Da muß ich Herrn Fleischhauer durchaus zustimmen. Diese Gefahr ist nicht gegeben. Es gibt eine weitaus größere Gefahr, die sich seit 2001 wie ein heimtückisches Mantra durch Presse, Politik und Psyche frißt: Die systematische Desensibilisierung.

Die USA sind auch eine Demokratie. Trotzdem werden im Namen der Staatsicherheit und im Kampf wider dem Terror Straftaten begangen. Es gibt einen triftigen Grund für die Unterbringung von Kriegsgefangenen auf der Marinebasis Guantanamo, und dieser Grund sind besagte Straftaten. Auf demokratischem Boden müßte man Kriegsgefangene ja sonst wie ebensolche behandeln. Dafür gibt es klare Regeln, die international gelten. Die Insassen von Guantanamo können also eigentlich keine Kriegsgefangenen sein. Was sind sie denn dann?
Man muß aber nicht gleich nach Kuba schauen. Auch US-amerikanische Militärgefängnisse dehnen die Ausübung von Demokratie sehr weit. Bradley E. Manning wird seit Monaten in Untersuchungshaft gehalten und fast so behandelt wie amerikanische Kriegsgefangene in Nordvietnam während des Vietnamkriegs. Trotz seiner Angehörigkeit der US Army kommt aber kein A Team, um ihn zu retten. Im Gegenteil, Präsident Obama ist bereits vor Beginn des Verfahrens von Mannings Schuld fest überzeugt. Ich bin gespannt wie fair der Prozeß dann noch sein kann. Jedenfalls kann Präsident Obama aufgrund dieser Aussage Herrn Putin die Hand schütteln. Letzterer hatte dieselben Ansichten über einen Angeklagten noch vor der Urteilsverkündung.

Was hat das alles mit Herrn Fleischhauer zu tun? Der gemeinsame Nenner ist die Verharmlosung und der stetige Verweis auf außergewöhnliche Bedrohungen. Herrn Fleischhauer, Sie glauben doch nicht ernsthaft, daß die im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung erhobenen Daten ausschließlich für Ermittlungen von adäquaten Straftaten benutzt werden. Sobald das Futter im Trog ist, stecken auch schon hungrige Schweine ihre Schnauze hinein. Viel Zeit vergeht da nicht. Noch dazu sehe ich es überhaupt nicht ein, wieso wir uns alle an eine ständige Rasterfahndung gewöhnen sollten. Wir könnten genauso wieder Sandsäcke aufstellen und Straßenkontrollen durch Bewaffnete einführen. Immerhin könnte jede(r) ein(e) Terrorist(in) sein.

Artikel, wie die Anklage der „Datensammelphobiker“, sind daher nichts anderes als demokratisch getarnte Haßpredigten, um das Stimmvieh auf den Kampf gegen den Terror vorzubereiten. Zuerst kommt das Neusprech, und dann kommt der Rest. So gesehen ist die Taktik der von religiösen Fanatikern eigentlich gleich. Wichtig ist nur, daß man das Publikum auf Kritiklosigkeit einstimmt und ein gemeinsames Feindbild aufbaut.

Aber vielleicht habe ich nur die Satire in dem Artikel nicht verstanden, und es war alles ganz anders.

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Sinnentleerter JMStV – Deutschland verbrennt Blogs

  • Posted on November 30, 2010 at 5:14 pm

Es ist endlich soweit. Es darf in Deutschland wieder gegen Publikationen vorgegangen werden. Die ersten Blogs brennen schon. Selbst das Blog von studiVZ geht am 31. Dezember 2010 offline.  Der Weg für eine gleichgeschaltete Internetlandschaft ist vorbereitet. Der Jugendmedienstaatsvertrag wurde beschlossen, unter anderem von den mittlerweile unwählbaren Grünen. Das bedeutet, daß Webinhalte ab 1. Januar 2011 mit einer Altersfreigabe gekennzeichnet werden müssen. Für Inhalte „ab 18” muß eine Zugangsbeschränkung implementiert werden. Nun gibt es Blogs und Webseiten, die schon seit 8 Jahren oder länger Inhalte im Netz publiziert haben. Jede(r) Betreiber(in) muß nun alle Inhalte auf eine geeignete Altersfreigabe prüfen, den Inhalt deklarieren und für Inhalte „ab 18” eine Zugangsbeschränkung oder eine Sendezeit implementieren. Das übersteigt die Resourcen vieler Blogs.

Noch dazu wird im Jugendmedienstaatsvertrag keine einheitliche Kennzeichnung geregelt. Zwar sollen die Beschränkungen über HTML Meta-Tags und eine spezielle Schnittstelle markiert und zur Verfügung gestellt werden, die nötigen Standards gibt’s aber nicht. Das juristische Chaos ist perfekt. Die Politik begreift nicht wieviel Schaden sie damit anrichtet. Der JMStV ist nicht durchdacht und schießt weit über das Ziel hinaus. Wie sinnvoll sind denn Sendezeiten für Webinhalte, wenn die Goethe-Institute der Bundesregierung in aller Herren und Frauen Zeitzonen verstreut sind? Man muß kennzeichnen, aber man hat keine Vorschrift wie genau das realisiert werden soll? Realitätsfremder geht es ja wohl nicht.

Ich empfehle zur Illustration die Webinhalte der deutschen Bundesregierung, aller Parteien und aller Politikerblogs auf Altersbeschränkungen zu überprüfen und fleißig abzumahnen.

Neues RSS Radar – Newsbeuter

  • Posted on July 28, 2010 at 6:19 pm

Ich muß berufsbedingt bestimmte Nachrichten im Auge behalten. Üblicherweise würde man nun im Webbrowser diverse Bookmarks anlegen und sich anschließend totklicken. Wenn man 20, 30 verschiedene Quellen hat, dann ist der Browser eigentich am Ende. Kluge Köpfe haben deswegen Really Slick Syndication (RSS) erfunden. RSS Feeds enthalten das Wesentliche und meistens weder Werbung noch Code, der in den Browser injiziert wird. Also habe ich mich aufgemacht und den Newsbeuter installiert. Ich lese nie wieder anders Zeitung.

Der Newsbeuter ist genau das, was der Name aussagt – in RSS-Leser für die Konsole. Man kann bequem 50 Feeds auf einmal im Blick halten, neue Einträge schnell sehen, Updatefrequenz beliebig anpassen und ihn leicht bedienen. Es gibt eine Command History. Eine Datenbank merkt sich welche Einträge schon gelesen wurden. Mit wenigen Tastaturkommandos springt man zwischen den Nachrichten hin und her, schneller als mit jedem Touchpad. Multitouch my ass, sage ich da nur.

„Climagate-gate” – Fehlgeschlagene Diskreditierung

  • Posted on June 27, 2010 at 9:37 pm

Aufmerksame Leser und Verschwörungstheoretikerinnen erinnern sich vielleicht noch an „Climagate”. Zusammengefaßt für alle mit 140-Zeichen Gedächtnis: Jemand hatte in Computersysteme der Universität von East Anglia eingebrochen und E-Mail von Klimatologen gestohlen sowie publiziert. Der Aufschrei war groß, denn alles war gelogen. Mittlerweile hat sich herausgestellt, daß die Lüge stimmt. Leider hat die Gegendarstellung der Times of London weniger Schlagkraft bei den Schlagzeilen als die Originalmeldung. Es stellt sich die Frage wie man nun den Begriff „Climagate” aus dem Bewußtsein der desinformierten Leserschaft löscht oder korrigiert. Wahrscheinlich wußte man von diesem Problem aber vor dem Publizieren des fragwürdigen Artikels.

Von der wissenschaftlichen Peer Review könnten sich Journalistinnen und Verschwörungstheoretiker eine Scheibe abschneiden.

Content Mafia läßt ORF Futurezone abschalten

  • Posted on June 17, 2010 at 10:59 am

In den letzten Tagen wurde hier in .at über das ORF Gesetzt diskutiert. Ein Großteil der Diskussion fand offenbar hinter verschlossenen Türen statt. Jedenfalls hat das Parlament heute das ORF Gesetz durchgewunken. Dem ORF winken 160 Millionen Silberlinge. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) kann ungeliebten Inhalt aus dem bösen Internet entfernen. Alle sind glücklich. Die Themen Netzpolitik und IT sind zu gefährlich, um sie ungesteuert der Öffentlichkeit auszusetzen.

Dabei sollte das nicht überraschen. Auf der VÖZ Webseite stehen klare Botschaften. „Wenn es hart auf hart geht, setzen sich die Besten an die Spitze”, „ORF-Onlineangebot – klarer Auftrag, saubere Grenzen, keine Werbung” oder „Keine digitale Zukunft ohne Verleger” kann man dort lesen. Man könnte meinen gleich kämen die Hitmen. Die Bericherstattung soll nicht zu tiefgreifend und nicht zuviel sein, damit Online-Angebote im Internet der Verlagskonkurrenz eben keine Konkurrenz machen. Das ist gut durchdacht und freut jeden, der seine Informationen hauptsächlich aus Internetquellen bezieht. Das sind wohl die sauberen Grenzen, die auf der Webseite erwähnt werden. Bei Netzkultur hört der Spaß auf, sagen die Verlage.

Man darf den VÖZ nicht isoliert betrachten. Im Parlament haben FPÖ, ÖVP und SPÖ dem Gesetzt zugestimmt. Das paßt zum Bild der Parteien, denn ein Gefühl für Netzpolitik ist dort auch nicht vorhanden. Unbequemes blendet man gerne aus, und wer sich ein eigenes Bild machen will und denkt, der ist sowieso unerwünscht.

Der Spion, der mit dem Update kam

  • Posted on October 4, 2009 at 7:44 pm

Yours Truly war übrigens am 29. September frisch vom Boot gleich auf einer Bühne. Die quintessenz hat im Rahmen ihrer q/talks immer mal wieder verschiedene Gäste geladen. Beim q/talk mit dem Titel „Der Spion, der mit dem Update kam” habe ich meinen Senf zum Thema beigetragen (zumindest hoffe ich das). Die Veranstaltung wurde so angekündigt:

Stell Dir vor Du kaufst so ein nettes kleines technisches Helferlein, die
in den letzten Jahren zu ständigen Begleitern unseres Alltags geworden
sind, damit sie eine Funktion, eine Aufgabe für Dich erledigen. Zum
Beispiel ein Handy um zu telefonieren, oder ein Navigationssystem um
leichter ans Ziel zu kommen. … Der Sündenfall einer ganzen Branche geschah im Juli
dieses Jahres, als die staatliche Telekom der Vereinigte Arabische Emirate
alle bei ihnen eingeloggten Blackberry in Spyware umprogrammiert haben –
betroffen waren natürlich auch die Handys aller Urlauber, ohne dass die je
einen Vertrag mit Etisalat unterschrieben hätten oder dem Update in
irgendeiner Form zugestimmt hätten.

Ich bezweifle, daß die Diskussion unsere Bequemlichkeitsgesellschaft aus ihrer Lethargie reißt, aber man muß ja periodisch versuchen den Wecker zu stellen. Wer noch schläft, der/die/das sollte sich die Aufzeichnung via (nicht vernetztem) Audioplayer reinpfeifen. Jetzt sofort!

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