September 2011 Archives

Inscription on a war grave of …

  • Posted on September 25, 2011 at 6:36 pm

Inscription on a war grave of a British soldier: http://t.co/2KMSQwLd

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Religionsunterricht

  • Posted on September 25, 2011 at 2:05 pm

Der Papst war in Deutschland. Alle waren glücklich. Die Kirchenkrise ähnelt der Finanzkrise. Die anderen sind schuld. Der Rest macht weiter wie zuvor. Einsehen, geistige Weiterentwicklung, konstruktive Kritik und Dialog ist nicht in Sicht. Es stellt sich die Frage wie man Kindern so etwas vermittelt.

Religionsunterricht hat für mich immer etwas mit Ausgrenzung zu tun. Zu meiner Schulzeit wurden wir im Klassenverband unterrichtet. Beim Thema Religion wurde die Schülergemeinschaft aber in evangelische, katholische und muslimische Gruppen eingeteilt und getrennt unterrichtet. Wirklich verstanden habe ich das nie. Wir haben im evangelischen Religionsunterricht ja auch über den Islam und den Katholizismus geredet, nur eben kürzer. Letztlich bleibt ein Gefühl, dass die anderen wohl wirklich anders sein müssen, denn sie lernen ja etwas anderes.
Es gab noch eine vierte Gruppe. Wenn man sich vom Religionsunterricht abgemeldet hatte (beispielsweise durch Schriftstück der Eltern) oder einer „zu kleinen“ Religionsgemeinschaft angehörte, dann hatte man statt Religion das Fach Ethik. Der Lehrplan sah leicht anders aus, aber im Prinzip wurde auch dort gelehrt was es an Weltreligionen gibt und wie sich die Menschen ihren Satz an Wertevorstellungen zusammenbauen. Im Ethikunterricht gab’s dann keine bevorzugten Religionen wie in den anderen Unterrichtsstunden (abhängig vom Lehrkörper klarerweise).

Kann man sich den Aufwand nicht gleich sparen und ausschließlich das Fach Ethik unterrichten? Man spart sich das Sortieren und Ausgrenzen der Kinder. Die Schüler fühlen sich nicht andersartig, sie werden nicht von Freunden getrennt, und sie können den Stoff gemeinsam lernen. Vielleicht entwickelt sich sogar ein Austausch, wenn sich die Kinder katholischer, evangelischer, heidnischer, muslimischer und atheistischer Familien unterhalten und sich gegenseitig erklären wie man zu Hause welchen Feiertag begeht. Das kann der Erziehung eigentlich nicht schaden. Ich bin dafür.

Leider fällt dann das Rekrutieren der jeweiligen Religionen weg und möglicherweise werden die Kinder dann zu tolerant und weltoffen, was für jedwede Religion eine Gefahr darstellt. Das sollte eigentlich als organisierter Kindesmißbrauch oder Gehirnwäsche zählen. Ich fürchte aus diesen Gründen werden die Machtspiele um die „Seelen“ der Kinder noch lange anhalten.

Apple patents Big Bang in order to squash Competitors

  • Posted on September 14, 2011 at 5:53 pm

CUPERTINO. – Apple has filed a patent on the Big Bang in order to strengthen its patent portfolio on Virtually Anything™. The patent was announced in a brief e-mail consisting of only two sentences.

Apple was first and will always be the first company to invent stuff. We build the Universe. Steve.

Insider experts believe this message to be genuine since it fits the style of Steve Jobs’ random e-mail and short message conversations. In addition parts of the message were found scribbled on a piece of paper in a bar, thus documenting the integrity of the e-mail. Apple is known only to leave verified company secrets in local bars.

The patent application hasn’t been published yet, but Apple’s lawyers are currently fighting every company on the planet that is manufacturing „square metal-reinforced rectangle with a centered screen and rounded corners“. They told journalists that once the Big Bang is patented, everything else is just a copy of Apple’s invention of our existence. „We were first, and the patent documents this fact.“, an unnamed source from the legal team was quoted by a journalist who just yesterday had a fatal car accident. Provided the patent is granted to Apple it would certainly turn the tables for all ongoing court cases regarding its products. Apple could then even sue the scientific community, all religions, all governments, the Internet and every cute kitten on the planet.

The USPTO wasn’t available for comment. We believe that they ponder the Supreme Court’s comment on the patentability of a genetically modified bacterium quoting the Congressional report leading up to the 1952 Act that “anything made by man under the sun” should be patentable. Once the patent is granted, Apple could sue the USPTO for its existence, so it might take some time and consideration.

Aktionstag „Freiheit statt Angst“ – Amtsgeheimnis.at

  • Posted on September 10, 2011 at 1:26 pm

Im Metalab findet jetzt gerade eine Veranstaltung unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ statt. Josef Barth von der Plattform amtsgeheimsnis.at erzählt gerade von der österreichischen Verfassung und dem Phänomen Amtsgeheimnis. Viele reden von Transparenz und Open Government, aber gelebt werden diese Prinzipien nicht. Das liegt einerseits an der (auch in westeuropäischen Ländern) grassierenden Korruption und durchaus auch an der Unkenntnis von Behörden. Mancher Beamte traut sich oft nicht eine Auskunft zu erteilen, was sich leider mit Desinformation oder Auskunftsverweigerung vermischt. Dabei steht das Amtsgeheimnis in Österreich im Gegensatz zu anderen Ländern in der Verfassung.

Die Plattform Amtsgeheimnis.at möchte abbilden, welche konkrete Fragen an Behörden unbeantwortet bleiben und aufzeigen, welche Informationen die öffentliche Verwaltung seinen Bürgern immer noch verweigert. Diese Informationen sind nicht nur für Journalisten interessant. Die Nichtauskunft von Ausschüssen wird beispielsweise als Instrument zur Reinwaschung von Abgeordneten verwendet. Da auch von Ministerien Verträge abgeschlossen und Steuergelder ausgegeben werden, sollte eigentlich Bürgerinnen auch Auskunft über diese Verträge und die Verwendung der Gelder gegeben werden können. Es kann ja nicht sein, dass man immer auf Leaks warten muß bis eine Auskunft erteilt wird.

Mit dieser Thematik sollten sich alle Parteien einmal beschäftigen. Das wäre jedenfalls sinnvoller als Bibelzitate zu verwenden, sich gegenseitig zu beschuldigen oder sinnfrei Reime abzudrucken.

PayPal als politisches Instrument

  • Posted on September 9, 2011 at 2:44 pm

Spätestens seit der Sperrung des Spendenkontos für Wikileaks und für Cryptome sollte klar sein, daß PayPal kein neutraler Zahlungsanbieter mehr ist. PayPal genießt zwar Bankenstatus, aber die Realpolitik dieser Aktionen läßt das nur mehr als Deckmantel gelten. In die Riege der Paypal-Geschädigten reiht sich nun Deutschlands drittgrößte Drogeriekette ein. Rossmann Online wehrt sich gegen die Bevormundung durch Paypal und möchte seinen Kunden weiterhin die Wahlmöglichkeiten bei den Produkten überlassen. Rossmann erklärt:

Der Zahlungsdienstleister Paypal hat die Rossmann Online GmbH – wie auch andere deutsche Händler – aufgefordert, den Vertrieb kubanischer Produkte einzustellen. Paypal droht uns damit, dass andernfalls die Geschäftsbeziehung gekündigt wird. Paypal hat seinen Stammsitz in den USA und begründet seine Aufforderung damit, dass sie deshalb verpflichtet sei, das US-Embargo gegenüber Kuba auch in ihren ausländischen Tochtergesellschaften umzusetzen. Obwohl viele unserer Kunden Paypal nutzen, wollen wir dieser Aufforderung nicht nachkommen. Wir sind überzeugt, dass wir damit in Ihrem Interesse handeln. Denn aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, warum hier US-amerikanisches Recht praktiziert werden muss. Noch viel wichtiger: Wir wehren uns dagegen, dass Sie, unsere Kunden, auf diese Weise bevormundet und ihrer freien Entscheidung beraubt werden.

Ich finde das sehr lobenswert. Natürlich ist es leichter etablierte und weit verbreitete Anbieter für Zahlungstransaktionen zu verwenden, aber im Anbetracht der Willkür, die sich in den letzten Jahre eingeschlichen hat, muß man das eigentlich überdenken. Neben den prominenten Opfern wurden auch schon von vielen kleineren Unternehmern und Organisationen PayPal Konten eingefroren. Wer Handel treibt, Spenden benötigt oder sonst als Zahlungen angewiesen ist, der ist mit PayPal denkbar schlecht bedient.

Blowing Whistles

  • Posted on September 1, 2011 at 11:56 pm

If you were a whistleblower, what would you do to deliver your data to the public without exposing your identity? Let’s assume that you know some secrets about a Mexican drug cartel, so you have some extra motivation to stay anonymous. Where would you turn to?

  • Contact the media – nice idea, but maybe the media is afraid, too. Or there are spies among the ranks of editors.
  • Contact WikiLeaks – sounds pretty straightforward, but what about their promises about protecting whistleblowers and their reluctance to share information how they protect the sources?
  • Contact OpenLeaks – the new kid on the bloc; shares the word Leaks with WikiLeaks, promises to be more open, but isn’t quite open, only a bit. Apparently has destroyed leaked information for protection of sources (but then again it might not have done this at all).
  • Contact a government – this is the classical approach. True, the police of many countries always looks for anonymous sources depositing hints, but given their refusal to allow anonymity, pseudonymity and privacy, this is probably just bait and you are the catch of the day.
  • Contact Anonymous – splendid idea, but Anonymous is an idea, not a well-defined group. You might as well publish your leak on your blog or web site.
  • Try to leak the information yourself by anonymity services – that’s a start, but that’s not a sound plan. Let’s assume your know how to use TOR or Mixmaster remailers. What’s next? You have to send your information somewhere. Even if you run a hidden TOR service, you have to tell someone about it. Who is this someone? If you don’t know, you have a problem. You could hide the information and hope that someone finds it. This is also not very targeted.

Right now the options are very limited. Given the fights between WikiLeaks and the media or with OpenLeaks you options might be fading quicker than a candle in a snowstorm. Your best bet might be a platform such as Cryptome which does what WikiLeaks does quite a bit longer. Then again some of the possibilities above might work for you. Don’t forget to use your mind. As Cryptome puts it: „Recall that Cryptome never claims trustworthiness, authenticity or security, those can be done only by the citizen-user-consumer-believer, if at all. Expect to be deceived.“

A leak might not be a leak, and a „lost“ password might not been lost by accident. Time will tell.

 

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