October 2010 Archives

802.11NO and the Linksys WAP610N

  • Posted on October 29, 2010 at 3:29 pm

A few months ago I set up a Linksys WAP610N access point in order to test its performance and its reliability. For all of you who are interested in the results – don’t buy this access point. Here’s why.

When under load the WAP610N spontaneously reboots. It also reboots when not under load. Most of the time it works, sometimes it doesn’t. This is very undesireable for any office environment. It seems to be a firmware issue, but the behaviour can be observed with the latest version. There is no fix.

If you try to configure the beast you have to use a web interface that lacks quite a bit of comfort. You can use the 2.4 GHz oder 5 GHz modes. If you stay with 2.4 GHz, then you can use either one of 802.11b, 802.11g or 802.11n only, or you use the 802.11bgn mixed mode. You cannot run 802.11gn. Fortunately you can use any combination of 802.11a and 802.11n when running the 5 GHz modes.

In order to avoid the reboots I have configured 802.11a mode and added a second access point (Buffalo WHR-HP-G54) to handle 802.11g clients. The Buffalo usually never reboots unless told, and the WAP610N seems to be more stable when running 802.11a only. Let’s see if this stays this way.

P.S.: If you use a GNU/Linux system with an Intel® WiFi network adapter that uses the iwlagn driver, make sure you disable 802.11n with the module option 11n_disable=1 until Intel® has fixed the firmware of the card. Gathering from the bug reports it’s also good to use swcrypto=1 for shifting the cryptography operations to software.

Tatort Profilierungssucht

  • Posted on October 17, 2010 at 1:55 pm

Es immer wieder erstaunlich zu welchen skrupellosen Methoden gegriffen wird, wenn es um Werbung geht. In der RTL2 Sendung „Tatort Internet” warnt man davor Fremde anzusprechen, keine Süßigkeiten von ihnen anzunehmen und nicht zu ihnen ins Auto zu steigen. Damit man die „Reportage” etwas reißerischer gestalten kann, bewegt man sich durch Anbahnungschats und schonungloses Draufhalten mit der Kamera beim Anprangern vor Ort noch ein Stück dichter an einer Gesetzesverletzung. Die ersten Klagen wurden schon eingereicht. Kinderschutzorganisationen haben sich auch schon distanziert. Wenn es nicht um die Kinder geht, worum geht es dann?

Vielleicht geht es um eine Verbesserung. Basierend auf der Werbung für die Sendung in der gestrigen Bild-Zeitung kann es das aber nicht sein (ja, die Sendung wird in einer Zeitung beworben, die für ihre züchtigen Fotos bekannt ist). „Tatort Internet” verbindet suggestiv eine nicht direkt ausgesprochene Gefahr, die mit dem Internet verbunden wird. Den Titel halte ich für sehr unglücklich. „Tatort Kinderheim”, „Tatort Wohnzimmer” oder „Tatort (katholische) Kirche” läuft dem Internet sicher den Rang ab. In der Anzeige kommt man aber doch noch auf den Punkt. Die Politik müsse endlich etwas tun, steht dort. Übersetzt heißt das „irgendjemand außer uns soll doch bitte etwas tun”. Das paßt völlig in die Politik des Wegschauens von Frau von der Leyen. Immerhin läßt sich recht leicht warnen. Man stellt ein Schild auf, spricht besagte Warnung aus und lehnt sich selbstgerecht zurück. Prompt kann man sich auf die Schulter klopfen und sich toll fühlen. So einfach funktioniert es aber nicht. Das ist wie mit dem Unterschreiben von Petitionen – es ist bequem, gibt ein gutes Gefühl, vermißt aber den Einsatz und dn Effekt von Menschen, die sich „in echt” hinstellen und etwas bewegen.
„Tatort Internet” scheint eine billige Selbstprofilierungsplattform zu sein. Frau von Guttenberg, Bayerns Dirndlpolizei, verkauft sich dadurch selbst und ihr Buch. Udo Nagel gewinnt dadurch auch PR Karma, paßt perfekt in seine Rolle als Senior Advisor. Es gilt die Sensationsgier der Zuschauer zu befriedigen, Brot und Spiele mal anders. Analysen, konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Gesellschaft und Tips für Eltern fehlen. Man will Blut sehen, nicht mehr und nicht weniger. In folgenden Staffeln wird man wahrscheinlich Heroin anbieten und dadurch gewonnene B2B-Kontakte aus der Rauschgiftszene medienwirksam nach einem Interview vor laufender Kamera mit Genickschuß hinrichten. Geschmacklos? Nicht geschmackloser als mit Mißbrauchsopfern PR und Geschäfte zu machen.

Ob ich Hinweise habe? Klar, es gelten dieselben Aussagen, die ich von meinen Großeltern und Eltern mit auf den Weg bekommen habe. Zusätzlich würde ich vorschlagen mit Kindern offen über Gefahren zu reden und sie auch im Internet nicht alleine zu lassen (symbolisch gesprochen). Wer nicht versteht was vorgeht, der/die/das wird auch Gefahren nicht einschätzen können, und da sich der Löwenanteil der Gesellschaft tagtäglich auf E-Mails verläßt, die leicht gefälscht werden können (weil niemand sichere Kommunikation versteht), ist auch die irrationale Angst vor „dem Chat” und „dem Netz” erklärbar. Sensationsgeile Sendungen wie „Tatort Internet” sind da wenig hilfreich. Diese Sendung würde ich mein Kind nicht schauen lassen.

Update: Mittlerweile gibt es auch sehr interessante Artikel beim ehemaligen Nachrichtenmagazin und bei der Süddeutschen. Frau zu Guttenberg nimmt keine öffentlichen Termine mehr wahr seit man die Sendung kritisch hinterfragt. Ob da jemand ausgenutzt wurde, soll sich jeder selbst überlegen.

Wahnsinn-Update

  • Posted on October 11, 2010 at 10:27 pm

Im Blog war es etwas still in letzter Zeit. Das soll passieren. Tatsächlich war es sehr bewegt. Im Grunde genommen kann ich gerade nicht mit den Absurditäten des Alltags mithalten.

  • Im Wiener Wahlkampf greifen die Parteien zu Comics und werfen sich gegenseitig schlechte sowie geschmacklose Satiren an den Kopf. Die Inhalte waren dünn gesät. Jetzt wundert man sich, aber die Ergebnisse spiegel nur die Politikverdrossenheit in der Stadt wieder.
  • In Stuttgart 21 macht man stattdessen gleich mit Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfern Politik. Bürgerlichen Abweichlern schießt man kurzerhand die Augen aus. Ministerpräsident Mappus’ Vorlage für die Tagespolitik dürfte das Alte Testamant sein. Es wurden auch Kinder attackiert – Frau von der Leyen schritt, entgegen ihren Beteuerungen,  nicht ein.
  • Panzerkardinal Ratzinger läßt Opus Angelorum zu. Ab jetzt sind also offiziell Katzen, Bauersfrauen und Hebammen von Dämonen besessen. Nur die Anbetung von 400 Engeln kann da noch retten. Damit geht die katholische Kirche endgültig zum Polytheismus über. Die Einlieferung in die Psychiatrie folgt umgehend.
  • Obama möchte sämtliche Kommunikation über das Internet von und zu den US of A abhören.
  • Stephanie zu Guttenberg versucht sich als Dirndlpolizei und schützt Jugendliche vor der Welt. Politik goes porn, und Porno wird gesellschaftsfähig Dank der Konservativen.
  • Thilo S. aus G. und Geert W. aus V. habe ich vergessen.

2010 ist damit eigentlich erledigt. 2011 hat noch Chancen auf Korrektur. 2012 ist dann Ende, sagen die Mayas und Roland Emmerich. Na dann.

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