June 2010 Archives

O_NOATIME + NFS = EPERM

  • Posted on June 28, 2010 at 12:26 am

I met a surprise today. I am writing code that accesses a lot of files via NFSv4, stat()s  them, possibly extracts content and writes stuff into a couple of databases. Somewhen in the debug/development cycle a stat() call returned Resource temporarily unavailable (a.k.a. EAGAIN and EWOULDBLOCK). I tried replacing stat() by lstat() and finally by fstat() in order to assert more control over the flags provided to open(). The combination O_RDONLY | O_SYNC | O_NOATIME changed EAGAIN into EPERM (Operation not permitted). Why is that? Well, here’s a hint.

The O_NOATIME flag was specified, but the effective user ID of the caller did not match the owner of the file and the caller was not privileged (CAP_FOWNER).

Correct. I changed the machine the test ran on. This turned the effective UID into something different (the NFS share showed the numerical 4294967294 which is not the UID of the development account). I’d never have expected this behaviour from the description in the man pages…despite the quoted sentence above…which is really part of man 2 open

RTFM. Again.

„Climagate-gate” – Fehlgeschlagene Diskreditierung

  • Posted on June 27, 2010 at 9:37 pm

Aufmerksame Leser und Verschwörungstheoretikerinnen erinnern sich vielleicht noch an „Climagate”. Zusammengefaßt für alle mit 140-Zeichen Gedächtnis: Jemand hatte in Computersysteme der Universität von East Anglia eingebrochen und E-Mail von Klimatologen gestohlen sowie publiziert. Der Aufschrei war groß, denn alles war gelogen. Mittlerweile hat sich herausgestellt, daß die Lüge stimmt. Leider hat die Gegendarstellung der Times of London weniger Schlagkraft bei den Schlagzeilen als die Originalmeldung. Es stellt sich die Frage wie man nun den Begriff „Climagate” aus dem Bewußtsein der desinformierten Leserschaft löscht oder korrigiert. Wahrscheinlich wußte man von diesem Problem aber vor dem Publizieren des fragwürdigen Artikels.

Von der wissenschaftlichen Peer Review könnten sich Journalistinnen und Verschwörungstheoretiker eine Scheibe abschneiden.

Content Mafia läßt ORF Futurezone abschalten

  • Posted on June 17, 2010 at 10:59 am

In den letzten Tagen wurde hier in .at über das ORF Gesetzt diskutiert. Ein Großteil der Diskussion fand offenbar hinter verschlossenen Türen statt. Jedenfalls hat das Parlament heute das ORF Gesetz durchgewunken. Dem ORF winken 160 Millionen Silberlinge. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) kann ungeliebten Inhalt aus dem bösen Internet entfernen. Alle sind glücklich. Die Themen Netzpolitik und IT sind zu gefährlich, um sie ungesteuert der Öffentlichkeit auszusetzen.

Dabei sollte das nicht überraschen. Auf der VÖZ Webseite stehen klare Botschaften. „Wenn es hart auf hart geht, setzen sich die Besten an die Spitze”, „ORF-Onlineangebot – klarer Auftrag, saubere Grenzen, keine Werbung” oder „Keine digitale Zukunft ohne Verleger” kann man dort lesen. Man könnte meinen gleich kämen die Hitmen. Die Bericherstattung soll nicht zu tiefgreifend und nicht zuviel sein, damit Online-Angebote im Internet der Verlagskonkurrenz eben keine Konkurrenz machen. Das ist gut durchdacht und freut jeden, der seine Informationen hauptsächlich aus Internetquellen bezieht. Das sind wohl die sauberen Grenzen, die auf der Webseite erwähnt werden. Bei Netzkultur hört der Spaß auf, sagen die Verlage.

Man darf den VÖZ nicht isoliert betrachten. Im Parlament haben FPÖ, ÖVP und SPÖ dem Gesetzt zugestimmt. Das paßt zum Bild der Parteien, denn ein Gefühl für Netzpolitik ist dort auch nicht vorhanden. Unbequemes blendet man gerne aus, und wer sich ein eigenes Bild machen will und denkt, der ist sowieso unerwünscht.

Where is Sunshine Computing?

  • Posted on June 16, 2010 at 1:43 pm

It’s raining in Vienna. I don’t mind. I like rain. I like the temperatures even more. Nothing beats sitting in the office in a t-shirt and enjoying the 16°C. This is paradise. Unfortunately I am moving a web site from server $OLD to server $NEW. The web space consists of about 17 GiB (or 14 GiB compressed). This isn’t much, especially in times of overpowered hardware and the allmighty Internet. The servers are cloud based and moving data can be done in nanoseconds, just by wishing it into existence.

And then you woke up.

My attempts to move the data over SSH/tar/rsync have failed, because server $OLD uses a special setup with proxies that slow down some data transmissions (don’t ask). So now I transfer the most recent encrypted backup from the backup server via HTTPS to server $NEW. Backup server and server $NEW are well-connected, co-located stuff, cloudy and such. The download software says that it still needs about 90 minutes using a changing rate of 1 to 4 MiB/s. This is next to instantaneous. Considering the fact that most consumer-grade Internet access lines have a low upstream (hey, you’re supposed to consume, not create!) and cloudy companies want you and your data separated as much as possible, the outlook from here is just fine. Just adding ‘i’s in front of every word isn’t going to cut it. Too bad.

If cloud computing is the future, you better start relying on local arks with Gigabit Ethernet!

Text Decoding – Progressing

  • Posted on June 13, 2010 at 9:27 pm

The new document class takes form. I now have a prototype that can extract meta information from the filesystem (not that hard), detect/guess the encoding in case of pure text files (with the help of the ICU library), strip markup language (by replacing all tags) and detect/convert PDF documents (with the help of the PoDoFo PDF library). Converting HTML to text is a bit of a hack in C++. Maybe it is easier to use XSLT and let a XML library do the transformation as a whole. In theory HTML was built for this. However I still need to strip the tags of unknown XML documents in case someone wants to index XML stuff.

I forgot to extract the meta information from the HTML header. RegEx++; Dublin Core or non-standard tags, that is the question.

Internetprovider und deren Kompetenz

  • Posted on June 12, 2010 at 12:48 am

Man soll ja Gedanken, die einen beschäftigen, aufschreiben, damit man besser schlafen kann. Da der unsägliche Wiener Sommer mit seinen 3000°C endlich begonnen hat, mache ich das auch. Man visualisiere eine Firma, die vom Anbieter Qacgi eine Business Internetanbindung hat. Da der Anbieter Qacgi neulich vom Anbieter CCQ aufgekauft wurde, verwendet Qacgi nun auch für Leitungen mit höherer Geschwindigkeit die Technologie von CCQ. Ist soweit auch in Ordnung. Um 1742 meldet das Monitoringsystem einen Host Down Status. Da das Büro nicht mehr besetzt ist, kann ein Sysadmin erst um ca. Mitternacht vor Ort sein. An der Bürotür findet sich ein Hinweis, ausgestellt vom Techniker Prfeizg Ahriesn (angestellt von CCQ Witrydfmy Kliv TaeL). Der Text auf diesem Zettel besagt:

Der Brzhoioso XD Anschluß mußte stillgelegt werden! Anmeldung unter 01/NUMMER

Passend dazu hingen noch zwei Werbewaschzettel mit Preisen und besagter Telefonnummer des bemühten Betreuers Prfeizg Ahriesn für Neukunden bereit. Es ist wohl überflüssig zu sagen, daß das Rebooten des Modems (was ein Watchdog ohnehin seit Ausfall periodisch versucht hat) nichts bewirkt hat. Bei Anruf Sprachbox, und das Handy konnte die gebührenpflichtige 0900 Nummer für den Rundum-Sorglos-Support um schlappe 2,16€/Minute mangels 0900 Sperrung nicht erreichen. Es folgte eine E-Mail an den Support nach Busfahrt zum nächsten Internet Outlet. Mittlerweile ist Samstag. Ich bin gespannt, ob Herr Prfeizg Ahriesn sich am Wochenende Zeit nimmt, um den Fuck Up zu beseitigen.

Absurd, aber das passiert bei Mergern und fehlgeleiteten Wirren.

Die verschlüsselten Namen lassen sich mit Vignère und dem Namen eines österreichischen Internetanbieters entschlüsseln – falls der Algorithmus nicht zwischenzeitlich aus unerfindlichen Gründen stillgelegt werden mußte…

Die Zukunft ist „fingerbedienbar”!

  • Posted on June 6, 2010 at 9:06 pm

Mir wird jetzt endgültig schlecht. Es ist schlimm genug, daß gelegentlich sinnlose Hypes durchs Internet fegen. Wenn der Schrott sich dann bei der Journaille verbreitet, nervt es. Aber der Rummel um die Tablets ist einfach nur zum Kotzen. Tablet-PCs gibt es seit 2001, und sie wurden nicht von Apple gefunden. Wenn man es genau nimmt hat sich die Technologie Elisha Gray im Jahre 1888 patentieren lassen. Star Trek hat es dann aufgegriffen. Vor den PCs haben es die PDAs versucht. Vor dem dämlichen iPad war es eine Randerscheinung. Jetzt ist es plötzlich die Zukunft. Mir wird wirklich schlecht.

Es macht aber Sinn. Die Unterhaltungsindustrie möchte ihren Kunden ja schon lange die Tastatur wegnehmen. Tastaturen machen nur Ärger. Darauf schreibt man kritische Texte, kritischen Code oder verletzt Patente sowie Urheberrechte. Aus dieser Perspektive sind Tablets tatsächlich eine Revolution. Das ideale Tablet bietet auf der rechtlich geschützten Oberfläche, die nicht verändert werden darf, nur die Funktionen Kaufen und Anschauen. Mehr braucht der zukünftige Untertan nicht mehr. Das paßt dazu auch völlig in die Rezession, denn gearbeitet wird auch nicht mehr. Ist ja kein Geld da, und auf den handelsüblichen Tastaturen sind zuviele Tasten. Was macht ein Mensch mit dem Wunsch-IQ der Unterhaltungsindustrie mit einer 105-Tasten-Tastatur? Nicht viel. Für die typischen Forenpostings braucht man nicht einmal das ganze Alphabet.

Dann schauen wir uns die Zukunft doch mal an. Ich würde den verlinkten Artikel ja „Wie Bilderrahmen den PC-Markt umkrempeln” nennen, denn fingerbedienbar sind meine Computer schon seit über 20 Jahren.

Cloud Desktops und die Zukunft

  • Posted on June 4, 2010 at 9:59 am

Wien. – Cloud Computing, Thin Clients, Remote Desktop, Virtualisierung und Oberflächen ohne Eingriffsmöglichkeit des Benutzers haben m Laufe der letzten Jahre die Arbeitswelt revolutioniert. Noch nie konnte man mit so wenig so viel arbeiten. Apples iBilderrahmen, auch als iPad bekannt,  illustriert das sehr deutlich. Speziell für die arg strapazierten Budgets der IT-Abteilungen ist dies ein wahrer Segen. Allerdings scheint diese Entwicklung bald zum Höhepunkt zu kommen. Laut aktuellen Berichten aus den Forschungslabors werden Computer bald ganz aus Büros und Wohnzimmer verschwinden. Das Zauberwort heißt Cloud Sublimation.

Bei dieser neuen Technologie bleibt nur noch das Netzwerk zurück. Alles andere ist der Benutzerin nicht mehr zugänglich. Es werden so komplett teure Entwicklungskosten für Desktop-Oberflächen gespart. Die fehlende Schnittstelle entsorgt als Nebeneffekt die Kopierpiraterie (auch bekannt als Cut & Paste, sehr verbreitet im Office-Bereich und im Journalismus), sprich selbst DRM entfällt. Verschlüsselte Verbindungen sind auch nicht mehr notwendig, da die Endpunkte überflüssig sind. Arbeit konzentriert sich nur noch auf das Wesentliche. Alle störenden Einflüsse wie Systemadministratoren, lokale Dokumente und dergleichen entfallen. Selbst der Stromverbraucht sinkt drastisch.

Eine Mitarbeiterin des in Deutschland operierenden Hartz-IV Konzerns hat diese Technologie schon getestet. Sie funktioniert so gut, daß es schon erste Migrationen gibt. Nach dieser Bewährungsprobe steht der allgemeinen Umsetzung nichts mehr im Weg.

Schneemann gefunden!

  • Posted on June 3, 2010 at 7:01 pm

Ich habe schon seit über 5 Jahren alle meine Workstations und Server per Default auf UTF-8 konfiguriert. Meine kompletten Desktops verwenden UTF-8 in der Ein- und Ausgabe. Trotzdem habe ich bis heute den Schneemann verpaßt:


lynx@nightfall:~/ unicode ☃
U+2603 SNOWMAN
UTF-8: e2 98 83 UTF-16BE: 2603 Decimal: ☃

Category: So (Symbol, Other)
Bidi: ON (Other Neutrals)
lynx@nightfall:~/$

Klar sind es zuviele Zeichen, um alle zu kennen, aber jetzt steht Herden von Schneemännern nichts mehr im Weg. ☺

Top