March 2009 Archives

Schreiben kann so einfach sein!

  • Posted on March 18, 2009 at 4:10 pm

Oft fällt einem nichts ein. Viel öfter schreibt man dann einen Aufguß fremder Ideen und packt die sprichwörtliche Kirsche (Kirche?) auf die Spitze. Das beschreibt die Blogosphäre eigentlich ganz gut. Das kann beispielsweise so klingen:

Is there a dog?

There was even an aging elf who lived near the edge of Felwithe who had long ago put down his fiery sword and gently laid his armor within a chestablished never to call himself a Paladin again. However, there werent many of those: not too long after I arrived in New York, his output began to fall off sharply. Suffice to say, there was a lot of jealousy and bitterness at the studio, and John got the worst of it. It would have been better had I not been trying to avoid stepping on or running into the 5 billion tourists there with us. I only need a couple of things from these people and then I won’t have to deal with them. The fact that I haven’t dated since I became Christian, that I haven’t had to deal with guys and boy troubles and confusion and responsibility and girls disliking me because I’m with the guy they like and friends hating me because I spend more time with my boyfriend then with them just all that junk that clutters one’s life when they begin to date.

The sky was heavy and we felt momentarily menaced in a way that looking at a stretch of land couldn’t produce, I’d argue

Yay! Klingt absurd und stellt eine geballte Urheberrechtsverletzung dar. Der Text wurde nämlich unter der Eingabe der Frage „Is there a dog? mit Hilfe von Catty v3 erstellt. Grundlage waren tausende von Blogs. Spart Zeit; so könnte man glatt ein erfolgreicher Autor werden.

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Geschenkideen

  • Posted on March 14, 2009 at 1:55 pm

Heute sind die Löwin und ich auf tolle Geschenkideen gekommen. Wie wär’s den mal mit Therapiegutscheinen für die Liebsten? Ein Block mit 5 Behandlungen à 45 Minuten beim Therapeuten um’s Eck? Das fördert die Wirtschaft und beugt Gewalttaten vor. Gerade zur Weihnachten sind ja manche schlecht drauf. Mit diesen Geschenken muß das nicht sein. Es gibt so viele Experten, da findet sich etwas für die ganze Familie.


“Ivanova is always right. I will listen to Ivanova. I will not ignore
Ivanova’s recommendations. Ivanova is God. And, if this ever happens
again, Ivanova will PERSONALLY RIP YOUR LUNGS OUT!”
— Commander Сюзанна Андреевна Иванова, A Voice in the Wilderness

Blogs töten auch Menschen – schon gewußt?

  • Posted on March 14, 2009 at 2:10 am

Jetzt haben wir den Salat. Ein Jugendlicher dreht ganz ruhig durch, und schon wird der Ruf laut Killerspiele zu verbieten und Notrufe für Webforen einzurichten. Geht’s noch? Als ob Killerspiele die einzigen Quellen der angeblichen Gewaltverherrlichung sind. Das Kino hat um ein Vielfaches mehr Zuschauer. Darüber hinaus ist die Auswahl von Filmen, die nicht nur Gänseblümchen zeigen, sehr viel höher. Spontan fällt mir da Funny Games oder Gangs of New York ein, gibt aber noch weit mehr, sind alles keine Kindergeburtstage. Trotzdem waren es wieder mal ausschließlich die Killerspiele. Wahrscheinlich wegen der Interaktivität, denn wer alleine tagelang vor einem Computer sitzt, der ist wahnsinnig inter und überschwenglich aktiv (so wie echte Bürger der Blogosphäre). Gehört also verboten.

Foren sind das nächste Problem. Dort schreiben ja manche wirklich was sie wollen. Man könnte fast den Eindruck bekommen, daß die Teilnehmer an diesen ominösen Foren sich an die ursprüngliche Bedeutung des Wortes erinnern: Ein Forum (lateinisch, Plural: Fora oder eingedeutscht Foren) war in den Städten des römischen Reiches ein Platz, der das politische, juristische und religiöse Zentrum des Orts bildete. Es entsprach dabei weitgehend der griechischen Agora. Arge Sache, das; quasi eine altertümliche Terrorzelle, nur eben größer und von mehr Idioten bevölkert (wir reden ja über das Internet, Breitband ersetzt Tiefgang). Solche Orte machen wir jetzt sicher und gesellschaftsauglich. Foren bekommen nämlich jetzt einen Panikbutton. Wann immer jemand, es muß nicht mal ein Jugendlicher sein, dort Bedenkliches vorliest, dann klickt er/sie/es rasch auf den Panikbutton, und es twittert im nächsten Polizeirevier. Der besorgte Bürger stellt sich die Frage wieviele Klicks pro Sekunde ein typisches Polizeirevier aushält und was es dann tut. Glücklicherweise stellen sich Politiker solche Fragen nicht, wäre ja auch zu dicht an der Realität, wirft nur unbequeme Fragen auf.

Die schlampigen Waffengesetze habe ich total vergessen. Die Kritik daran erinnert mich an die Unterhaltungsindustrie, die ständig die Todesstrafe für das Kopieren von Daten fordert. Hallo? Urheberrechtsverletzungen sind längst gesetzlich geregelt, ebenso wie Diebstahl. Dasselbe gilt für das Aufbewahren von Waffen und Munition. Wer Dinge liegen läßt, muß damit rechnen erschossen zu werden. Wo ist die Überraschung noch gleich?

Bitte aufwachen! Die Antwort auf Kopfschmerzen sind nicht das Einnehmen von mehr Tabletten! Ursachen sind gefragt, die Symptome kennen wir (Dank den unermüdlichen Massenmedien und der Blutgeilheit ihrer „Leser”) ja schon. Aspirin gegen Amok ist die falsche Medizin.

Und Blogs töten auch Menschen, ganz langsam und qualvoll. Das Lesen von Blogs kostet nämlich Zeit, führt oft zu geisitgen Qualen und die Lebenszeit eines jeden Menschen ist nun mal begrenzt. Wo ist der Panikbutton?

Helft den Helfern

  • Posted on March 10, 2009 at 11:46 pm

Wien ist ja unter anderem die Stadt des Raunzens und des Jammerns. Jerusalem erblaßt im Angesicht der tausenden von Klagemauern hier. Gemessen an manchen Gesprächen sind viele Einheimische sogar zu Hause in der Wohnung von diesen erdrückenden Mauern umgeben. Versucht man zu helfen, so kann man sich auf einen langen Leidensweg einstellen – wenn man Pech hat. Ich habe heute mit meiner Löwin über klagende Menschen geredet. Zu besseren Illustration stelle man sich folgendes Bild vor:

Ein Mensch sitzt in einer langsam größer werdenden Blutlache auf dem Boden seines Wohnzimmer. Zwei Zimmermannsnägel, die eigentlich Dachbalken halten, fesseln den Mensch an das Parkett (Unfall, selbst zugefügt, Ungeschicklichkeit siegt manchmal; nicht fragen). Schlägt man vor einen Krankenwagen zu holen, so bekommt man zur Antwort, daß das ja nichts bringt und alles nur noch schlimmer macht. Die Sanitäter würden ja schließlich den Boden nur noch dreckiger machen. Außerdem könnte man ja dann nicht mehr über die Schmerzen jammern. Und nein, die Nägel darf man nicht entfernen, weil dann blutet es ja nur noch stärker. Und ja, man habe ja schon alles versucht, aber es läßt sich ja nichts tun, und überhaupt endet es immer so.

Man kann in solchen Situationen den vorgefundenen Gummihammer immer noch zur Narkose einsetzen. Manche Menschen sind bewußtlos intelligenter als wach, und sie lassen sich dann obendrein besser helfen, weil sie einsichtiger sind und weniger sinnlos diskutieren. Mehr Gummihämmer und Bewußtlose braucht das Land. Im englischen Sprachgebrauch fällt mir dazu nur „clue-by-four” ein. Her damit!


The wind doth blow today, my love, and a Winter’s worth of rain;
I never had but one true love, in cold grave she was lain.
I’ll do as much for my true love, as any young man may;
I’ll sit and weep upon her grave for twelve-month and a day.

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